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Fünfter Theil. Von den Kräutern.
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644 Vierte Classe. Fünfter Abschnitt.

Kilsen- ,1 Seite gelähmt wurde, jedoch ward er durch die Kunst

kraut, „seines großen Lehrers gerettet und vollkommen wieder„hergestellt.,, Mchrcrcs von den »achtheiligen Wir,kungcn dieser Pflanze verdient in der schon öfters qerühin.icn Geschichte der Pflanzengifte des Herrn Peof. hlslNLsilN nachgesehen zu werden. Brechmittel und ein häufi-ger Genuß von Essig, Citronensaft und andern Pflan»zensäiircn find, wie bey deii narkotischen Giften überhaupt,also auch hier die beste Hülfsmittel dagegen. Hühnern,Gänsen und andern Vögeln, wie auch Mäusen, Fischen,und den Mücken ist diese Pflanze gleichfalls ködtlich;die Mäuse fliehen vor ihrem blossen Geruch, und lassensich daher nach dem Zeugniß des ^INNe'Uö und anderervertreiben, wenn man nur einige Stückchen ihrer Wurzelhin und wieder in die Winkel des Hauses legt. NurKühe, Pferde, Schweine, Hunde, Hammel, und vor-näinlich Ziegen können sie in einer ziemlichen Dosis ohn«schädliche Folgen zu sich nehmen; so haben nach (Ipl'ö-geI6 Versuchen zwey Loth von dem ausgepreßten Saf-te oder Blätter einem Hunde nichts geschadet, und auchElöl'b sahe einen ganzen Skrupel des Extrakts bey ei-nem Hunde ohne Wirkung, ein halbes Loth desselbenaber machte ihn schläfrig, erweiterte den Augstcrn, underregte ihm Brechen und Bauchflüsse. Auch die Schwel«ne, wenn sie viel von den Wurzeln oder Saamen desBilsenkrauts fressen , werden davon, nach TchrebökßBeobachtung, taumelnd, kriechen mit dem Bauch aufdem Boden, und schleppen die Füsse nach sich. Einsbloße äußerliche Application dieser Pflaiize erzeiget sichebenfalls ziemlich wirksam. Mail har Beyspiele, wodie bloße Ausdünstungen der Pflanze, während daß mansie aiisgepreßt, oder den Saft davon eingekocht, oderauch nur beyin Alisgraben ihrer Wurzeln, einen Schwin-del und eine kleine Berauschung des Kopfs veriirsachthaben; und MUlbllN erzählet, daß in Rußland manch-mal die Leute einander Possen dainit zu spielen pflegen,indem sie in den Badstuben die Pflanze samt der Wurzel

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