646 Vierte Classe. Fünfter Abschnitt.
Gissen-
kraur.
latis , sinuatis, obtusis; floribus sessilibus.L1NN. Syst. veg. p. 184. Sp. pl. 257 Hort.Cliff. 56. PvOY. Lugdb. 422. SAUV. Monsp.275. GOUAN. Monsp. ioy. MIL,L. Dia.n. 3 , 4. Ic. t. 149. MUPvRAY. Mat med 1.p. 2yy. Hyoscyamus albus maior et minor,C. BAUH. pin. 169. Hyoscyamus albus vul-garis. CLUS. Hili. 2. p. xi8. BLAK.W.Herb. t. in.
Dies« Art ist ein Sommergewachs; und wachstnur in den südlichen Ländern von Europa wild. ?lusserden gemeldten Unterscheidungszeichen sind auch ihre Biät.ler mehr eyrund oder rundlicht, viel weisser und wol«lichter, und am Rande nicht so tief ausgehöhlt. Ihreblaßgclbe Blumen haben bald einen grünlichten, baldeinen dunkelrothen Boden, und die Saamcn find weiß.Übrigens kommt ste mit der vorhergehenden sowohl inder Gestalt, als auch in den Eigenschaften und Kräftenüberein, nur daß letztere schwacher sind, daher sie vonden alteren insgemein vor sicherer zum Arzneygebrauchgehalten wurde. Einige Aerzte schreiben ihrem innerli«chen Gebrauch eine vorzügliche Wirkung in Heilung desgrauen Staars zu, wovon Herr Pros. MurMY inseiner Materia medica nachzusehen. Eine diesersehr ähnliche Art fand Herr Fbrskäl in Egypten beyCairo, wo sie in den offenen Sandwüsten häufig wächst,und von den Arabern Datora, oder auch Sekarangenennet wird; sie unterscheidet sich von jener vornäm-lich dadurch, daß ihre Blätter an beyden Enden zuge-spitzt sind, und am Rande höchstens drey, und öfters garkeine Zahne haben, und daß diese Zähne, wenn sie vor-handen sind, nicht perpendicular hervorstehen, sondernvorwärtsliegen; auch ist ihre Wurzel perennirend. Wennjemanden das Pulvtr dieser Pflanze aus Bosheit bey.gebracht wird, so wird er einige Zage davon wahn-sinnig.
3 ) Gel-