b) rFr. Gatt. Tollkraut. ^tzrop3. 661
welche nach Äilflel'6 Zeugniß bey fünfzig Jahre soll gr^,ausdaurcn können, wenn sie nicht versetzt wird; Diese f raU fWnrzel steigt perpendicnlar drey bis vier Schuh tief inden Boden hinuiittr, und ist dick, spindel, oder rüben-förmig, meistens einfach, oder auch unten in zween ,drey bis vier Aerme zerspalten, sie hat aufle» eine brau,
»e oder schwärzlichte Farbe, innwendig aber eine wcifsefleischige Substanz. Unmittelbar aus der Wurzel kom«wen Viele, große, über einen Schuh lange und vierbis fünf Zoll breite, an beyden Enden zugespitzte, glatt»räudige, mehr oder weniger dunkelgrüne, unqestielteBlätter, zwischen denen gleichfalls unmittelbar aus derWurzel die rackeke, einfache, und einbluinige Blumen«stiele hervorkommen; die Blumen sind aufrecht, undhaben eine unreine weisse, bisweilen in ein mattes Pur«purroch spielende Farbe. In den englischen Gartenblühet diese Pflanze im Hornung oder Merz, und dieFrüchte werden im Julius reif; diese letzter» sind unge»sehr so groß als Muscaknüsse, oder auch großer, baldkugelrund, bald längliche, fleischig, saftig, mit meren«förmigcn Saamen angefüllt, und haben entweder eineblaßgclbc, oder hochgclbe, oder auch nur grünlichtgelbeFarbe. Die ganze Pflanze hak, insonderheit wan» siefrisch ist, einen starken, widrigen, betäubenden Geruch,der sich aber durchs Trocknen um vieles verliert, undeinen scharfen, bittern und eckclhaften Geschmack; Lochversichern einige glaubwürdige Zeugen, daß in Palästi-na ihre Früchte einen angenehmen Geruch haben. Manschreibt dieser Pflanze von je her narcotische, oder be,taubende und einschläfernde Kräfte zu, und zwar sollendiese in der Wurzel am stärksten, in den übrigen Thci»len aber, vornamlich in den Früchten schwächer seyn.
Izlll) versichert, man wisse aus Beyspielen, daß dieseFrüchte ohne Schaden können geessen werden; und auchandere bezeugen, daß man eine einzige solche Frucht oh,ne Nachtheil essen könne, wen» man aber mehrere ge«messe, so erregen sie Eckel, Dummheit im Kopf, Schläf-Linn« pflanzens-st. V. Th. 2 1 rig«