66r Vierte Classe. Fünfter Abschnitt.
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rigleit, Ohnmachten und andere gefährliche Zufälle. Dieältern Aerzte bedienten sich der Wurzel ziemlich häufigals eine» schlafmachenden, oder kramps-uud schmerz,siillcudcn Mittels, und zwar vornämlich des duffcrn Theilsoder der Rinde, welche wirksamer ist, als ihre übrigeSubstci ; auch hat ein neuer Arzt in Schweden, HerrHosberZ, drey Grau von dieser Wurzel inneilich gege-ben, von einer nachdrücklich narcotischen und schmerz»stillenden Wirkung befunden. Es ist daher billig zuverwundern, daß einige mit Paul HeMIMIN borge,bcn , diese Wurzel errege ein heftiges Pnrgircn und Er-brechen, wie die Nicßwurz; vcrinuthlich schreiben sie sol-ches bloß dem Dlldlcidrlbkö nach, da doch dasjenigewas uns Dwssconi^'s von der Mandragora berichtet,so schwankend und verwirrt ist, daß es fd)cint , f wennanders seine Schriften unverdorben auf uns gekommen,)er habe solches mehr aus fremden Nachrichten zusammen»gesioppelt, als aus eigener Erfahrung geschrieben. Auchgibt Dioftl^bides die Früchte vor sehr schädlich aus,und sagt, daß schon der blosse Geruch derselben schläfrigmache; vielleicht niachr hierinn, wie bey vielen andernG wächscn, daß Clima und die Cultur einen großen Un-terschied. Die schlafmachende Wirkung dieser Pflanzewar bey deii Alten so allgemein bekannt, daß manvon ciiicm trägen und schläfrigen Menschen, als einSxrüchwork, zu sagen pflegte, er habe Alraun geessc».Frontm de Stratagemat. L. II. C. V. §. i z.
erzählet folgende merkwürdige Geschichte: „Maharbal,„ein Feldherr von Carthago, mischte, als er gegen„die aufrührischcn Afrikaner geschickt wurde, eine Mcu>„<;« Alraunwurzel unter den Wein; er stellte sich, als„ ob er davon flöhe, und den Wein im Stich ließ; die„Feinde kamen und tranken ihn, froh über ihre Beine,„fielen aber alle in einen tiefen Schlaf, daß es dem„ Feldherrn leicht wurde, sich ihrer zu bcmeiflern. „ Undder obgedachte Herr Hofberg befand eine mir Weinaus der Alraunwurzel gemachte Liiictur in einem Glie-der»