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Fünfter Theil. Von den Kräutern.
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664 Vierte Classe. Fünfter Abschnitt.

ken der Schweine gebraucht, und daher von, gemeinen ;Volk Sänkraut genennet werde, er seht hinzu, daßman das Kraut den Schweinen, wenn sie krank sind, ioder auch als Präservativ, unter dem Futter zu geben jpflege, welches Mittel die Leute aus der Erfahrung ge.lernt, und deßwegen die Pflanze, um sie im Nothfallgleich bey der Hand zu haben, manchmal in den Gartenziehen. Diese Pflanze hat eine perrnnireude, lange, dickeknotige, kriechende Wurzel; und treibt einen starken,runden, rothlichen, aufrechten, in viele ausgebreitete,zweytheilige Zweige zertheilten Stengel, welcher drey,vier bis sechs Schuh hoch wird. Ihre Blätter stehenohne besondere Ordnung auf kurzen Stielen, und sindzum Theil eine Spanne lang und drüber, eyrund, anbeyden Enden eine wenig zugespitzt, am Rande unqe«zähnt, und auf beyden Flächen zicinlich glatt, und grün.In den Winkeln der Blätter entspringen meistens ei»,zele, bisweilen auch zween, einfache Blumenstiele, miteiner glockenförmigen Blume von sehr trauriger oderschinuzigpurpurrother Farbe. Die darauf folgende Deeresind ziemlich Halbkugelrund, und ungefehr so groß, bis.weilen auch fast noch einmal so groß, als eine gemeineKirsche; sie sind anfänglich grün, und innlrendig ganztrocken ; wenn sie aber reif sind, haben sie eine glänzen«de kohlschwarze Farbe, und sind sehr weich und voll vondium purpurrothcn Safte. Man spührt an allen Thei-len dieser Pflanze eine sehr geringe, und, ausser auden reifen Beeren, kaum merkliche Klebrigkeit; auch eng,deckt man an ihr, (welches in der That etwas besonderesist,) ob sie schon nach ihren Kräften und Wirkungenunter die stärkste narcotische Gifte gehört, dennoch durch-aus keinen erheblichen oder widrigen Geruch und Ge-schmack ; die Beere und die jungen Blätter schmeckenfade und süßlicht, und nur die Saamcn haben, abererst wann sie getrocknet sind, einen widerwärtige» Ge-ruch. Bey Thieren äusserk sie keine so schädliche Wir-kungen, als sie nach einer großen Menge von Beyspielen,