Band 
Fünfter Theil. Von den Kräutern.
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b) 282. Gatt. Tollkraut. Atropa. 669

der Blattstiele entspringen cinzele, nackete, einblumiqe Toll«Blumenstiele. Der Blumenkelch ist eyrund, hat fünf kraut,zusammengedrückte, scharfe Ecken, die an der Basis ei-nen Ausschnitt haben, und bestehet aus fünf pfeilförmi«gen Blättlein; die Dlumcnkrone ist glockenförmig undweist, und hat eine aufrechte, stumpfe, fünfspaltige,ein wenig gefallene und blaulichte Mündung; die Staub-fäden sind pfricmenförmig, und viel kürzer als die Blu-menkrone , der Griffel ist fadenförmig, und hat mitden Staubfaden gleiche Lange, und ein« kopfförmigeNarbe. Aiif diese schöne und ansehnliche Blumen folgtpine unter sich hängende Frucht, welche in einer rundengedüpfclkcn oder gefleckten, trockenen, saftlosen undungefärbten, drey, vier oder fünffächerichten, mit vielenzusaininengedrückken, rundlichten, gelben Saamen ange-füllten Beere bestehet, die von dem größer gewordenengleichfalls trockenen und ungefärbten Kelch gänzlich ein-geschlossen ist. Diese Pflanz« ist also gleichsam zwischenden Gattungen Atropa und Physalis in der Mitte,nähert sich aber doch durch die glockenförmige Blumen-krone und die von einander abstehende Staubfäden je-ner am meisten. Fewillee rühmt diese Pflanze sehrals ein nngcineines und vorkrefliches Mittel in Verhak«tunq des Harns, wie auch in Abtreibung des Grieß undSteins; er schreibt, die Indianer bedienen sich ihrerin gedachten Fällen folgendergestalt, sie zerdrücken ent-weder in gemeinem Wasser, oder in weiffem Wein vierbis fünf von ihren Früchten und geben solches dem Kran-ken zu trinken, worauf dann «ine wundersam schnelleLinderung und Besserung zu erfolgen pflege» Sjc blühetvon, Sommer bis in den Herbst.

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