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688 Vierte Classe. Fünfter Abschnitt.
Solantim Mclongena. BERG. Mat. med. p.
i;8- Melongena. MIEL. Ditt. TOUPvlN’EF.* inst. t. 6y. BLAKW. Herb. 549. Mala insana.
DOD. pempt, 458-
Diese Art ist ursprünglich in Olsten, Afrikaund Amerika zu Hause; und wird auch in Europa inden Gärten gezogen. Sie wird im Deutschen Melan«zen , oder Mclanzanäpfcl, von den Türke» Kadinjan,von den Spaniern Barenkeena , von den ItalianernIvlelanzana, von den Franzosen k^lavenne oderAubergine, von den Engländern Mad - Apple,und von dcii Holländern Eyerplant genenner. Sieist ein Sommergcwächs; und hat einen ästigen, unge,sehr drey Schuh hohen Stengel, und wollige aufdickenStielen stehender Blätter. Ihre Blumen entspringeneinzeln an den Seiten der Zweige, und stnd weiß, oberrdthlich, oder violet , und hinterlassen eine große, glatte,länglichke, und mancl'mal ein wenig gekrümmte Fruchtvon saftiger, oder fester Substanz, und einem cucumer-artigen Geruch und Geschmack. Sie blühet im JunlnSund Juli»«!; und die Früchte werden im September reif.Diese Früchte haben eine giünlichre, oder meiste, odergelbe, auf der einen Seite meistens rosenfarbigc, oderdunkel violette Farbe; und werden in Europa insge-mein ungefehr so groß, als ein Gansey, in den Mor-genländern aber stnd sie um zwey . oder dreymal größer;ehre inwendige Substanz ist wcißlicht. Sowohl in denMorgenländern und in Amerika, als auch in Spanienund Italien werden diese Früchte sowohl roh mit Eßig,Salz und Pfeffer, als gebraten, gekocht, und auf al-lerhand Art zubereitet, sehr häufig von den Einwoh-nern gegessen ; und sind eine unschädliche, und leicht zuverdauende Speise; einige schreiben ihnen eine besondereKraft zu, die Lust zum Beyschlaf zu erwecken ; mitWem und Zucker gekocht sollen sie vorzüglich angenehmjti essen seyn. Man pflanzt sie fast, wie Melonen.
ro.)Toll-