670. Gatt. BeWeere. Capsicum. 695
Lert, theilet sich sowohl wässerichten, aii geistigen Auf. gz^ß«lösungs-Mitteln mit, und bleibt auch vollkommen in Heeredenen dadurch bereiteten Eitrakten zurück ; wenn manin einen wässerichten Aufguß reckificirten Weingeist thut,so entsteht davon eine Art von Gallerte von röthlichecFarbe. Miller in seinem Gartnerlericon berichtet vonihren Eigenschaften folgendes: „Wenn man diese reife„Früchte ins Feuer wirft, so geben sie einen scharfen„und schädlichen Dampf, welcher ein starkes Niesten und„Husten, ja oft auch ein Erbrechen bey denen Pcrfo»
„nen zuwegebringt, welche nahe an dem Orte sind,
„ wo sie verbrannt werden. Einige Leute pflegen das„Pulver davon aus Mmhwillen mit Schnupftoback ju„vermischen, um andere damit zur Lust zu betrügen;
„wenn aber zuviel genommen wird, so kan es übel aus«„schlagen, indem dadurch ein so heftiges Niesten ver,„ursacht wird, daß die Blutgefäße im Kopf davon zer«„reisten können, wie ich solches selbst bey einigen Per«
„sonen wahrgenommen, denen man etwas von diesem„Pulver gegeben hatte.,, Dieser ungemeinen Schärfeungeachtet bedienen sich die Einwohner von Westindien,wie auch die Portugiesen und Spanier, dieser Früchtesehr häufig, anstatt des gewöhnlichen Pfeffers, ihre Spei»sen und Brühen damit zu würzen; und die Menge,welche in Ainerika auf solche Weise verbraucht wird, istso groß, daß man in einer gewissen Provinz von Perunach Fvezier Zeugniß, aus einem Platz von ungefehrsechs französischen Meilen, jährlich für achkjigkausendDucaten spanischen Pfeffer verkaufet. Die LoxicaCardinalis LINN, frißt auch diese Früchte gerne.
2.) Hennenpfeffer. Capficum baccatum. Itvote
Mit strauchartigem, glattem Stengel; und doppelten,^"'oder zu zween beysammenstehenden Blumenstielen. Unter«Capficum caule fruticoso, laevi ; pedunculisgeminis. LINN. Syst. veg. p. i8y> Mant 47. . .
Capficum conoides et frutescens. MILL. Uict. *r. 8 , 9. Capfieum frufcta minimo conico rubro, zeichen.
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