Band 
Fünfter Theil. Von den Kräutern.
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Szl. Gatt. Bruchkraut. Herniaria. 797

tlnfrquf; und blüh« vom May an den ganzen Sommer Bruch«hindurch. Sie hat eine perennirrnde, spindelförmige kraut.Wurzel; und treibt aus derselben mehrere, runde, grü-ne , ällige Stengel, welche sich ungefehr fünf bis siebenZoll weit aufdem Boden herum ausbreiten , und meistensganz darniederliegend sind; die Zweige und Blätter sie»hen wcchsclswcise, letztere sind ungestielt, glatt, hell«grün, und nur eine, bis zwey oder höchstens dritthalöLinien lang, cyrund, spitzig und ungezähnt. An denZweigen entspringen einzcle, oder auch Büschelchen vonmehrere» oder wenigem kleinen, ungestielten, grünlicht»gelben Blümlein. Die Blätter habe» je zwey kleineWeißlichte Blatansätze. Diese Pflanze hat einen etwassalzigen und zusammenziehenden Geschmack, ist ein gutesFutter für dir Schaafe, und wird Von einigen als einharntreibendes und auflösendes Mittel in Grieß und Stein,und in der Wassersucht empfohlen; auch soll sie innerlichund äusserlich gebraucht in Brüchen und andern ähnlichenVerletzungen heilsame Dienste thun. GkUhlmaNll(Oillert. Jen. 1706. ) rühmt sie als ein specifiguesMittel wider Blindheit und Dunkelheit der Augen«

2.) Zotiges Bruchkraut. Herniaria hirsuta. Zwot-

Mit zotigen > krautartigem Stengel, klerniarir hirlu-

ta, herbacea. L 1 NN. Syst. veg. p 21y.Sp.pl, w * ®317 MILL. Dict. n.a.J. BAUH.hist. 3 p. 379 »POLLICH. Hist. n. 244 SCOP. FI. Carn. n.277..HALL. Hist. n i553.;ZANNICH. Ic. 284.

Diese Art, welche man nur in den wärmere»und gemäßigtem Ländern von Europa antrift, ist vonder vorhergehenden vielleicht eine bloße Varietät, dennsie unterscheidet sich von ihr blos dadurch, daß sie mehraufrecht, und von dunkelgrüner Farbe ist, und daß ihreBlumen, Blätter und Stengel ganz haarig oder zotig sind«

Die vorhergehende findet man auch in Sibirien.!

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3,) Strauch»