Band 
Neunter Theil. Von den Kräutern.
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izo Vierte Classe. lzterAbschn. I sie Abcheil.

Alette. Kelches/ welcher mit rauchen und wollenahnlichen Fä,den überzogen/ vielleicht für eine natürliche Eigen-schaft könne gehalten werden. Ueber dieses bcstatti-get auch die Erfahrung/ daß weder durch die Pfle-gung/ noch durch andere angewendete Mittel/ der filzi-ge Kelch der Klette weder glatt werde/ noch der glatteeinen Filz bekomme. — So sehr das Dich/ beson-ders die Schaafe/ diese Pflanze verachten/ und sosehr sie die Schäfer und Ackerleute verfluchen,, so an-genehm ist sie den Aerzten/ welche beynahe alle ih-re Theile gebrauchen. Ihre außen schwürzlichte in-nerlich aber weiße/ eßbare/ wohlriechende/ süßlicheund wie Artischocken schmeckende Wurzel verräth durchihren Geschmack seifenarlige Bestandtheile/ und scheintdaher vorzügliche rröfnendk/ gelinde/ Harn- undschweißtreibende/ und ein wenig zusammenziehendeKräfte zu besitzen; daher sie noch immer von denAerzten bey Eröffnung verstopfter Eingeweide oderGefäße/ in kalten Flüssen / in kalten und hitzigen Fie-bett»/ in Wundfiebcrn/ in der Krätze/ und ähnlichenHautausfchlägen/ in Giftkranrheiten/ im Podagra/ imDlasenstein mit dem besten Erfolge angcrathen undgebraucht wird. Wird sie in Lauge gelegt , lind dasHaupt damit gewaschen/ so befördert sie den Wachsthumder Haare/ und reiniget selbige von allem Ungeziefer.Auch ihre bittere Blatter sollen diese Eigenschaft/ wie-wohl in einem geringern Grade besitzen/ und werdenauch äusserlich in Wunden angepriesen. Ihr bittererscharfer Saame treibt sehr stark auf den Harn/ undsoll in Gestalt eines Pulvers/ oder Milch/ die Schmer-zen der Sciatik/ und des Steins ungemein lindern.Das Dekokr von der Wurzel/ welches uns nach eini-gen Behauptungen die Sassaparille entbehrlich macht/soll nach SinaplUS in Pohlen allein im Stande seyn/das venerische Uebel aus dem Grunde zu kuriren/ wo-bey aber der Patient mir dem Körper in Mist ver-graben werden muß. Heinrich der Dritte, König

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