Band 
Neunter Theil. Von den Kräutern.
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rosste Gatt. Kratzkraut. Cnicus. izz

Pfaffenröhrlein eingeschnitten , haarig, rauch und mit Kratz«kurzen Stacheln belyafnet. Von dieser, so wie von kraut,der schartenartigen Distel, werden die Wurzeln, dieaus vielen, dicken Fibern bestehen, in dem Frühjahrvon den Tatar« und Kalmücken ausgegraben und ge.essen. Gmelin sagt, daß ihm selbst diese gekochtenWurzeln lieber waren, als die französischen Rüben.

Nur selten trift man dieses Gewächs« stammlooß an, amgewöhnlichsten ist der Stamm zugegen, welcher mirpurpurrothen, zuweilen auch weißen Blumen, besetzt,deren Kelch: ungedyrnt, mit sehr vielen Blättern aberumgeben sind.

Nach dem, waS wir vor kurzen bey und über dievierte Art dieser Gattung des Zwei g - KratzkrautSgesagt haben, kan es wohl nicht anders kommen, alsdaß es nicht nur Herrn Hyurtuin, sondern.jedemsehr auffallen müsse, der des Ritters Anmerkung beydieser Art gelesen, welche also »aptet: Confer. Car-duus pygmaeus. JACQ. Vind. p. 282. tab. 8.sed monoclonos. Nie kan ein Vergleich zwischenzwey von einander so sehr abweichenden Gewächsenstatt haben, und daß diese beyden Gewächse recht sehrvon einander abweichen, ist aus den gegebenen Beschrei-bungen klar genug.

7) Flockenblumenartiges Kratzkeaut. Cnicus Siebe«.

centauroides. te Are.

Mit in Querstücke getheilten Blattern, rauschenden §cl« Unters,chcn , und scharfzugespitzten Schuppen, Cnicus so- zeichen,liis pinnstifidis, calycibus stariosis: squamis acumi-natis. LINN, Sylt, Veg. p. 607. Sp. Pl. p.-1157. Carduus inermis squamis calycinis membra-,naceis acuminato - lanceolatis. Hort. Cliff. p. gy 3Centaurium maius foliis cinarae Cornuti. MORIShist. p. i;i. s. 7. t, 25. f. 2.

Diese sehr schöne Art ist ursprünglich auf den ho-hen Pyrenäen und in Sibirien (.Gevrgi Reiseb. i-Lh»

M4 p. 22J.)