Band 
Neunter Theil. Von den Kräutern.
Seite
190
JPEG-Download
 

i 9o Vierte Classe. lyterAbschn. i ste Abthetl.

ttctU

schocke.

Erst«

Are.

Unters.

t«tchen.

Folgende vier Arten nennt uns der Ritter:

l) Gemeine Artischocke. Cynara Scolymus.

mit imgetheilteii, und gefiederten beynahe dornichtcilBlattern, und eyrnnden Kclchschuppen, Cynar»foliis lubfpinofis pinnatis indiviüsque, calycinissquamis ovatis. LINN. Syst, Veg. p. 607. Sp.Pl. p. nyy. Cynara foliis pinnatis: laciniis ferra-tis. Hort. Cliff. 394. Hort. Uns. 231. ROY.lugdb. 135. IMILL. Dict. n. I. GOUAN. rnonl}?.423. BLACKYV. tab. 438. Cynara lylveltris la-tifolia. C BAUH. pin. 384. 0 ) Cynara horten-sis aculeata. C. BAUH. pin. 383. Scolymus Dio-fcoridis. CLUS. hist, 2. p, 133. v) Cynara hor-tensis, soliis non aculeatis. C. BAUH. pin. 383.IMILL. Dict. n. 2 . LOB, Ic. II. 4.

Das Vaterland dieser Artischocke ist das Narbo»nesische, Italic» und Sicilien, wo sie auf Feldernwild fortkommt. Sie hat eine perennirende Wurzel,aus welcher ein bis zween Schuh hoher Stamm her«auskommt. Man hat von ihr verschiedene Adandt»rungen, von welchen die grüne oder französischeArtischocke, unsere gewöhnliche und bekannteste ist,welche wegen ihres fleischigen und eßbaren Blumendo»dens jährlich in unsern Küchenganen gezogen wird.Diese hat kleinere, mehr kegelförmige Köpfe, mitschmalen, grünen, auswärts gebogenen Schuppen.Sie ist vom Geschmack weniger angenehm, als dierothe englische Artischocke, welche die gröstcn Kö»pfe hat, und mit braunen, breiten, einwartsgeboge»nen Schuppen versehen ist. Diese hat einen viel di»ckcrn und fleischigcrn Boden, weswegen sie auch be»sonders in Engcland weit mehr im Gebrauche rst, alsdie vorige grüne französische. Noch giebt es eine drit»te Abänderung, welches die stachlichte Artischockeist, die zwar kleinere aber häufigere Köpfe trägt, undwelche vornehmlich zum Einmachen gebraucht werdenkan. Will man diese Akt nebst ihren Abanderun»

gm