io 6 Vierte Classe. l^ter Abschn. i ste Abtheü.
Sasior. stmkraut, wilder Safran, Flor, Saflor, Car-rdam, Gartensaftan, falscher Safran, deulfcherSafran und occidenialischer Safran genennet.Auf französisch hcißt es Carthame, Saffran bä-tard, Saffran d’Allunagne, und auf italidnifd)Cardairo. Es hat einen einfachen, aufrechtsteilen-den, runden, holzichten und harten Stamm, weicherohngefehr ein paar Schuhe hoch wird, und sich obenin verschiedene Aesie theilet. Die Blatter sind langlicht,nicht sonderlich breit, spitzig, und voll Adern, am Ran-de sind sie rund umher mir kleinen Stacheln besetzt. Aufder Spitze des Stammes und der Aesicstehen die Blumen,welche beynahe safranfarbig sind, in einem ryrundcn gc-meinschaftlichen Kelche eingeschlossen Die Saamen sindlanglicht, ein wenig dicker als die Gerstenkörner, imübrigen glatt, weiß und glänzend, mit einer hartenSchaale, oben mit einer haarigen Saamcnkrone ver»sehen, und voll weißen, süßen, oclichten Markes.Die Aegypkier treiben mit diesem Gewächse, nach Has«selquifte Bericht, einen großen Handel, und bauenselbiges jährlich an, sie sammeln in einem Jahr drey-mal die Blumen davon ein, und verkaufen sie unterden Namen Saffianen oder Saffioer, an die Iia.lianer, Veneiianer, Franzofen und Engclander. Auchbauet man es an etlichen Orten, sonderlich im Elfaßlind am Rhcine, in Menge an, und treibt große Hand-lung damit, ja es wissen es einige zu mißbrauchen,und seine geibrolhcn Blumen unter den rechten Saf.ran zu mischen. Diese gelbroihen Blüthen, welcheeigentlich Saflor genennet werden, werden gemeini-glich von den Färbern und Federschmückern gebraucht;ingleichen zu der spanischen und portugiesischen rothenFarbe, vorige d’Espagne, welche,zurSchmmke dient,genommen. Man brauchte bisher nur die rotheFarbe,undauch diese nur zur Seide, der verdienstvolle Herr Pros.Veckmann bewies aber auch schon in den Schriftender Görungischen Gesellschaft durch Versuche, daß
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