Band 
Neunter Theil. Von den Kräutern.
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ivsyste Gatt. Saßor. Lartkamus. 207

man sowohl die gelbe, als die rothe Farbe, nuif) auf L-aWolle brauchen könne. Man muß aber dazu dcnje.nigcn Safior wählen, welcher eine schöne hohe Farbehat, und dem rechten Safran so nahe kommt als nurimmer möglich. Soll er dem orientalischen gleichkam-wen, das ist, weniger gelbe Farbe, als der gewöhn-liche deutsche enthalten, so muß er ausgewaschen,ausgedrückt, wieder an der Luft im Schatten abge-trocknet, und dicht eingepackt werden. Aus dieseWeise wird er aus Elsaß und der Provence überbracht,allein der beste und schönste, den die MaterialistenSafranum nennen, kommt von Straßburg undFrankfurt. Dieser hat gar kurze, zarte und kraußeFäden, die sehr schön roth wie Sammet aussehen;es sind auch keine gelbe Faden darunter, dergleichensich unter dem Saflor gemischt befinden. In denApothecken braucht man vorzüglich die Saamen, undist der, so aus Italien und Frankreich gebracht wird,der beste zur Arzney. Er muß schöne, dicke, undwohlgewachsene Körner haben, auch noch frisch, unddoch recht trocken seyn, wenn er gut heißen soll; undweil einige Betrüger die Melonen- und Clicumerkörueralso schneiden können, daß sie dem geschälten Safior-saamen ähnlich kommen, und dafür auch verkauft wer-den, so ist zu wissen, daß der rechte Saame hiervonan einem Ende rund, an dem andern aber spitzig ist,auch nicht so weiß aussieht, wie die Melonen, und Cucu-merkerne. Er hat viel Del und etwas flüchtiges Salz,führet gewaltig durch den Stuhlgang, die zähen Feuch-tigkeiten und Wasser ab. Auch wurde er von einigenAerzten ehedem denen, so mit der Wasser, und Selb.sucht, Lähmung und Gliedcrweh behaftet, angerathen,insonderheit das daraus bereitete Extra£tum dia-carthamum. Aus den Saamen machen auch einigeeine Purgiermilch: auch wird der Saame von ver,fchledenen Papageymsaame genennet, weil er diesenVögeln eine gemeine und angenehme Speise ist; er

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