2?4 Vierte Classe. izter Abschn. ^teAbtheik.
Beyfuß und die Krankheit von Stund an nachlaßt. Man be-dient sich ihrer wider die Gliederkrankheit und einge-wurzelten Rhevmatismen/ um dadurch die scharfe undreitzende Elchtmaterie zu zertheilen und durch eine ge-linde Eiterung aus dem Körper zu schaffen; man wie-derholt dieß so oft, bis man die erwünschte Wirkungdavon sieht. Es ist Aberglaube, dies« Moxe zu ge-wissen Zeiten zu sammeln, oder ein und andere Stellezur Abbrennung für besser zu halten, oder sie als einVerwahrungsmittcl wider sehr von einander verschie-dene Krankheiten zu gebrauchen. Die Jesuiten (imRecueil d’ observations curieufes T. II. p. 114.iis.) zweifeln, wiewohl mitUngrund, an jenem Ur-sprung der Moxe Die Spanier bereiten eine Moxeaus einer Art des Echinops. Eben die Dienstesoll auch das wollichte Wesen des Verbascum lei-sten. Der Endzweck und die Wirkung dieses Mit-tels kommt mit den Wirkungen der Brenneisen unddes Schwammcs, den Hippokrcms schon anrath aufden leidenden Theil zn setzen und anzuzünden, wel-ches Mittels sich noch jetzt die Lappländer wider ähnli-che Krankheiten bedienen, des rohen Flachses, derBaumwolle oder der Leinwand auf eben die Art ange-wandt, der sich die Aegyptier bedienen, völlig über-ein. Der angezündeten Osierluzeywurzel, der mehrbekannten Blasenpflasscr, Scnfumschlage und Schröpf,köpfe nicht einmal zu erwähnen. Aber die Wirkungder Moxe ist gelinder als aller itzt genannten Dinge;selbst ohne zu weinen, ertragen die Kmdcr der Indianerdieses Mittel, und viele Indianer gebrauchen es alsein Präservativ, alle halb« Jahre, indem sie es aufverschiedenen Stellen, und zwar mehrern auf einmal,abbrennen lassen. Der berühmt« vütt Swieten hatsie selbst auf seinem Schenkel, ohne viele Schmerzen zuempfinden, abbrennen lassen. Mit dem glücklichstenErfolge gebrauchte Bushof in Datavien dieses Mit-tel, und empfahl ei daher, bey seiner Zurückkunst nach
Europa