Band 
Neunter Theil. Von den Kräutern.
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b) 46sste Gatt. Beyfuß. r8s

Europa, allen Podagristen gar sehr. Ein gewisser BeyfußPriester am Flusse Onox in Sibirien (S. GmelinsReis. i. p. n 14. ) hat den Bcyfuß .als ein Brenn»

Mittel wider viele Krankheiten gebraucht. Auch widerheftigen Rückcnschmcrzcn, der von einem Falle ent-banden war, soll dieses Mittel wirksam gewesen seyn.

Wider das Hüftweh aber, ist ße nicht von gleicherWirkung, weil der Sitz der Krankheit tiefer ist. NachKämpfers Bericht lassen die Chineser, vorzüglich aberdie Neger, wider den Jammer und gewisse alte hart-näckige Kopfkrankheiten, über der Kronnath, mit demglücklichsten Erfolge, vielen Werg abbrennen. Es istein Zweifel entstanden, ob unser europäischer Beyfußder nehmliche sey, aus welchem die Chineser ihreMoxe bereiten. I. Burmann glaubt in der Plu-kenellschen Abbildung einen merklichen Unterschiedwahrzunehmen: unterdessen behauptet doch Rumph,daß unser Bcyfuß der nehmliche sey, den man in-Ostindien eben so, bald weiß bald roth anlrift, undOöbeck, daß er ebendenselben ohnweit China gefun-den. Nach dem berühmten niederländischen Arzt T.MRhpNks, der selbst lange in Japan sich aufgehalten,ist unser Beyfuß ein überaus gemeines Unkraut, wel-ches daselbst an allen Wegen und Strassen häufig wildwächst: daher wundert sich Herr HouklMll, daß erselbigen nicht unter der ansehnlichen Sammlung japa-nischer Gewächse, welche er von Herrn Thunbergbekommen, mit erhalten. Wenn die Blatter nochrecht jung und zart sind, kan man sie start eines Zu»gemäßes kochen. Die Schaafc rühren sie nicht an.Besonder ist es, was einige genaue und nicht zu leicht-gläubige Beobachter bemerkt haben wollen, daß manneben ihren Wurzeln immer todte Kohlen findet, wel-che von abergläubischen Leuten, zu Pulver gestoßenund angehangen, als ein bewahrtes Mittel wider diehinfallende Sucht empfolen worden. Es sind aberdiese Kohlen vermuthlich nichts anders, als alte und

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