Band 
Zehnter Theil. Von den Kräutern.
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tes Fleisch haben. 4) Die frischen Melonen , de.ren kleine kugelförmige Früchte eine etwas netzförmigeSchale, und ein goldgelbes Fleisch haben, f) DieWelsen Melonen, deren langlichte Früchte gegen denStiel ablaufen, eine glatte weise Hank, und ein wciß-gclblichtes Fletsch haben. Herr Landrost von MÜnch-hausen gibt in seinem Hausvater im dritten Dande S.

f. hinlängliche und genaue Nachricht, ver-schiedene Melonen Abarten zu ziehen und zu warten.Die Melonen, besonders die süßen oder sogenannten Zu-ckcrmelonen, sind ein vorzüglicher Nachtisch, zu wel-chem sie auch genossen werden. Selten sind sie Arzney.Man pflegt sie entweder roh, blos, oder mit ZuckerundZimmet, mit Pfeffer, auch mit Schnupftoback bestreutzu essen. Die unreifen kleinen Melonen werden in Jta.kien und andern heißen Ländern mit -Salz und Essigeingemacht. Die reifen Melonen äußern ein wegen ihresmilden, wässerichten, etwas süßlichen Saftes, ver«dünnende, kühlende, gelinde zertheilende Kräfte. Aucherregen sie, wenn sie nicht nur zu häufig genossen wer-den , keine Magenschwäche, Kolik oder Durchfall. DerSaame ist eyrund, länglicht, flach zusammengedruckt, anbeyden Seiten dünner und scharfrändig, in seiner lebe»artigen Hülse enthält er einen weichen süßlichen ölichtenKern. Wird er gestoßen, so macht er, wegen seinesschleimichken und ölichren Wesens, mit dem Wasser ei-ne Milch. Man eignet ihm kühlende, die Schärfe ein-wicklcnde, die Strangurie heilende und beruhigendeKräfte zu. Man giebt ihm daher wider hitzige Krank,hcitcn, gemeiniglich in Verbindung mit Mandeln; diekühlende Kräfte zu vermehren, fetzt man Salpeter,und des Wohlgeschmackes wegen, einen Syrup hinzu.Wenn wrr uns dieses Saamens bedienen, so könnenwir die übrigen seines Geschlechtes entbehren, da manihn ohnehin stets frisch haben kann. Daß der Me-lonensaamc nicht so leicht ranzig werde, weiß man

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Gurke