Band 
Zehnter Theil. Von den Kräutern.
Seite
250
JPEG-Download
 

Gurke.

Sechste

Art.

Unter»

scher»

vungs»

zrtcheu.

Lsv Vierte Classe. Liter Abschnitt.

aus der bekannten Erfahrung , daß die aus etwas al»ten Saamen gezogenen Melonen weit schmackhaftersind.

6) Persische Gurken. Cucumis Dudaim.

mit zugerundeten Blatwinkcln. kugelrunden Früchten,deren Nabel stumpf ist, Cucumis foliorum angulisrotundatis , pomis sphaericis umbilico retuso.LINN. Syst. Veg. p 726. Sp. Pl. p. 1437. Melovariegatus , aurantii figura, odoratil'simus. DILL.Eltb. 223. t. 77. f. 218. Melo persicus minimusodoratiliimus. RAL suppi. 333. Melo pusillus odo-lauus, fructu pomisormi cortice variegato e Persia.PLUK. alm. 143. Cucumis orientalis, fructu ciui-formi. VVALTH. hoit. 133. t. 21.

Unter dieser Art versteht der Ritter eine kleine Me.loncnart/ von der Grösse und Gestalt einer Pomeran«;e, deren Schale pomeranzenfarbig/ mit grünlichtenFlecken gezeichnet ist/die, wenn sie reif wird weiß wer-den. Es hat selbige einen zwar sehr angenehmen Ge»ruch / aber schlechten Geschmack. Einige nennen selbi,ge persische Melone/ obschon der Saame von der bar.barischen ödüste / auch wohl aus Mexico hergebrachtwird. Der Beyname DudaiM , welcher in zwo ver.schiedenen Stellen (t B. Mos. Kap. ;o. 14.16. Ho.hel. Salon,. 7. Kap. i;.) in der heiligen Schrift vor.kommt/wird von den Thalmudistcn wohlriechenden Blu.men/ als Veilchen rc. beygelegt An der ersten Stellescheint man zwar gewisse Früchte darunter zu verste.hcn/ aber man ist heut zu Tag miteinander darin über.eingekommen/ baß frlbtge nichts weniger als die Früch.te der Mandragora sind / die einige Schwache darunterverstanden. Warum man aber solche nicht darunterverstehen kann , ist wohl einer der vorzüglichsten Be.weise dieser/ daß drescs Gewächs in den Morgenlän.Lern gar nicht wild wachst. Mit mehr Wahrschein-lichkeit kann man diese Melonen-oder vielmehr Gurken.

arr