Band 
Zehnter Theil. Von den Kräutern.
Seite
271
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nsLte Gatt. Hopfe. 271

BLACKW. tab. 536. a. b. LEERS. herb. n. 762. f)obf<nMILL. Dict. n. 1. Lupulus. HALL. helv. n. 1618.

Lupulus mas. C. BAUH. pin. 298. Lupulus salicta-rius. FUCHS. hist. 124. Lupulus femina, C.BAUH,pin. 298. CAM. epit. 954. Lupulus DOD. pcmpt.

409. LOB. Ic. 629.

Der Hopse wächst beynahe durch ganz Europa inWäldern und Büschen, so wie an Zäunen, Hecken, undan den Füßen der Berge wild. Im französischen wirder Houblon, im englischen Hobs genennt. Es istdieser wild« Hopse mit dem zahmen oder Gartenho-pfen vollkommen einerley; seine Stamme sind scharf,rauh, und winden sich an den Hecken und andern Pflan-zen in die Höhe. Die Blatter stehen aus eigenen Stie.len einander paarweise gegenüber, sind groß, rauh, indrey oder fünf Lappen zertheilet, und am Rande ge-zahnt; die obern find oft herzförmig und ungethrilt.

Die männlichen gelben Blüthen sitzen in Quirln an be.sondern Stielen traubenförmig herum. Die Früchtebestehen wie bekannt,in lockern,häutigen,schuppigen,meisteyförmigen Zapfen. Der Hopfen ist brkanntermassenvon zweierley Geschlecht. Der weibliche ist verbrauch-bare Hopfen, dessen Zapfen zur Braveren gebrauchtwerden. Es ist eine Fabel des Pöbelö, daß der Ho-pfen sein Geschlecht ändere, und die weiblichen Hopfen-wurzeln, wann sie alt würden und eine dicke Rinde be-kämen , nur männliche Blumen trügen. Der männ-liche Hopfen entstehet in den Hopfengarten, wenn sichder Hopfensaame aussäet, da denn aus den Körnern,wie aus den Eyern der Hühner, theils männliche,theils weibliche Pflanzen aufwachsen, jene aber kom.men besser fort, und unterdrücken diese leicht, so daßder beste Hopfrnberg oft nach und nach mit lauter mann-lichen und untragbaren Pflanzen besetzt wird. DieWeibgen können wohl ohne Männgen Frucht tragen,weil die Zapfen nicht die Frucht des Hopfens selbst, son-dern nur dessen Dlumrridecken sind: niemals aber kann

sich