Band 
Zehnter Theil. Von den Kräutern.
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Hopfen

tji Vierte Classe. racker Abschnitt.

t sich der Hopfen aussäen, wenn nicht die Zapfen durch' den Saamenstaub des männlichen Hopfens befruchtetwerden. Die Weibgen können ihre Zapfen ohne Bey.tritt der männlichen hervorbringen, aber wenn dieftl.ben von den männlichen Blumen befruchtet werden, sowerden sie größer und starker ; hingegen kan der Besi«tzer des Hopfenberges auch nicht sicher seyn , daß nichtderselbe auch mit männlichen Stauden angefüllt wer»de. Wenn der Hopfen- Nachtvogel (Phalaena No-ctua humuli L.) der als Larve in den Wurzeln des He»pfens wohnet, dieselbe verwüstet, so erfolget auf denPflanzen der sogenannte Honiglha», welcher verur.sacht, daß sie keine Früchte bringt. Die Wurzel ist er.öfnend und schweißtreibend, und wird in dem venert.schen Ausfallen der Haare gerühmt. Diejungen Schöß.linge, welche man im Frühjahre unter dem NamenHopfenketme oder Hopfensalat als ein Zugemüße, odermit Del und Eßig als Salat zu genießen pflegt, sindharntreibend, gelinde abführend , und in Verstopfun-gen der Eingeweide sehr heilsam. Die Blätter, welchemit ihnen gleiche Kräfte besitzen, werden innerlich inder Milzsucht, in dem Scharbock und in langwierigenFiebern, äuserlich aber zu Stillung der Schmerzen,auch der podagrischcn, in Verrenkungen, Quetschungenund in wässerichten Geschwülsten, empfohlen. Dieweiblichen Zapfen, welche, wenn sie gut seyn sollen,einen starken flüchtigen und gcwürzhaften Geruch, es.neu reinen scharfen und bittern Geschmack und einehellgrüne oder hellbraune Farbe, welche mehr in dasweißlichte als in das grüne fällt, haben müssen, be.sitzen eine harzschleimige Grundmischung , nebsteinem höckstflächtigen ölicht salzigen Wesen, von ei.ner ausscrordcntllch dampfenden und berauschendenNatur, und erregen lebhafte Bewegungen in dem Ge.blüte und übrigen Säften; sie werden beynahe allgc»mein zu der Zubereitung des Bieres gebraucht, beywelchen sie sowohl die Zähigkeit dampfen, und ver.

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