Band 
Zehnter Theil. Von den Kräutern.
Seite
273
JPEG-Download
 

l is6te Gatt. Humulus. 27z

hindern , daß es nicht so leicht sauer wird, als ihmauch eine grössere Wirksamkeit auf die Harnwege mit. *theilen. Mir den getrockneten Ranken , kann mannicht nur im Winter Rindvieh und Vchaafe füttern/son-dern man kann auch daraus nachdem man sie vonden Blattern gereiniget/ geröstet, und gebrochen ander Luft getrocknet, geschwungen und gesponnen hat,grobe Lemwand verfertigen, welche zwar nicht so weißaber weit stärker ist, als diejenige, die man aus Hanfoder Lein bereitet. Man verfertiget cinr solche Lein.wand aus den Hopsenranken in Iämtlandr, woselbstder Lein nicht so hauffig gebaut wird, folgender Ge.stalt : Nachdem der Hopfen im Herbste ist abgepflücketworden, so werden die Ranken von allen Blattern ge-nau gereiniget, und darnach geröstet, welches auf vcr-schiedene Art geschieht, theils auf dem Dache unter demSchnee, theils indem man sie in die See senkt, theilsindem man sie bald auf der See, bald auf dem LandeUmwechselt, theils auch wenn man die Ranken in flie.sendes Wasser leger, welches alles bald abspület, wasdurch das Rösten loos gemacht wird, und dieses haltman für die beste Art. Nach dem werden die Ranken ander Luft getrocknet, etwa in zwo Elen lange Stückezerschnitten, und alsdann wie der Lein geschwungenund gesponnen. Nur kann man das daraus verfertigteGarn noch nicht zur rechten Weisse bringen. Dagegensind die daraus gewebten Stücke viel starker als dievon Lein oder Hanf. Wer von der Benutzung des Ho-pfens zum Bierbraven, so wie von allen Umstanden, diebey dem Hopfenbau vorkonmicn, unterrichtet seyn will,dem empfehlen wir Millers allgemeines Earknerlexi-con ferner des zweiten Theils achtes Stück von de6Herrn Pros. Gledilschs vermischten Abhandlungen, in.gleichen Schrebers neue Cameralschrifcen, und die da-hin einschlagenden Abhandlungen aus den Schriften derKönigl. schwedischen oder Churbaierischen Academ. derWissenschaften.

/ünne pflanzensvst. X. Th. S H)'7K