37o Beschreibung
Änsons Abbildung des Brodbaums ist unter demmittelmäßigen, es wäre zu wünschen, daß dieses Urtheilnicht mehrere Abbildungen, und oft auch Beschreibungen ingedachtem Werke träfe. Herr Förster mag vielleicht«uch an selbige gedacht haben, da er sich in seiner Dorre,de über die Cookische Reisebeschretbung erklärt, und die,wie selbiger in der Folge bemerkt, oft Abbildungen dar.stellt, denen nicht selten mehr Treue und Wahrheit zuwünschen. Von der auf der zr. Tafel (der deutschenSchillerischen Ueberf. 2 Th. p. 234,) angebrachten Ab.bildung des Brodbaums läßt sich gar nichts sagen. Werwürde diesen Baum, ohne ausdrückliche Anzeige fürden Baum, der die Brodfruchk giebt, erkannt haben? auchan jenem Zweig, der auf der 26. Tafel abgebildet ist,hängen drey Früchte, gleich als ob sie aneinander ge.wachsen wären. — Ellts Abbildung (HouttUYN spricht,ich selbst habe sie nie gesehen) scheint zwar nach eben gr«Lachrer Figur gemacht zu seyn, hat aber doch einigeVorzüge vor jener. Man sieht nur zwo Früchte, unddoch ist in der Zeichnung derselben die Oberfläche ver.fehlt worden» D'ese daselbst angebrachten runden Tü.pfelchen besitzt keine Brodfrucht. Herrn Houtkuyli-,auf beyliegender Tafel dargestellte Abbildung des Brod«baumo ist sowohl nach dessen eigenen getrockneten Zweigen,Blättern, Blumen, als auch nach einer Frucht, die er inWeingeist, einem Original besitzt, llnd so groß wie eine kleineFaust ist, so gut als es sich mit einiger Verkleinerung thunließ, auf das genaueste, der Natur nach, gezetchnetwor«den. So sind auch nur wenige Blatter, und nur einem«ztges Kätzgen vorgestellt worden, um so sorgfältig alsmöglich der natürlichen Größe nachzuahmen. Auch istaus dieser Ursache die Frucht vom Zweig abgelöst, an«iner besondern Stelle auf der Kupfertafel angezeigt; oh.ne Rücksicht zu nehmen, daß ihr natürlicher und gewöhn«lieber Standort am Banm immer unter den eigentlichen»der Männlichen Blüthen seye.