Band 
Zehnter Theil. Von den Kräutern.
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des Ostindischen Brodbaums. 375

auS, an welchem ihn die Vorübergehenden sogleich er,kennen: am stärksten ist dieser Geruch im regnerischenWetter und zu Abend. In unsern östlichen Gegendenkennen wir zwo Arten davon, und nennen die erstereNanca Vilulang. Die Früchte dieser Art sind sehrsaftig, doch keineswegs schleimig, von köstlichem über,aus angenehmen Geschmack: dieser ähnelt reifenTrauben und ist mit einer honigartigen Süßigkeit ver.bunden. Einige wollen ihn mit den Geschmack derPferstche vergleichen. Die ;wote Ärt heißt NancaBubuc d. i. breyartige Nanca. Die Frucht vie,ser Art ist grösser und ansehnlicher, hat eine schleimigeRinde, auch lebhaftem Geruch. Das innere Markist breyartig, auch so schleimig wie Drey. DieMalaien nennen selbige Boebur. Sie hat keincswegessolch einen angenehmen Geschmack wie die vorige erstereArt. Man schätzt sie auch auf Amboina gar nicht,woselbst sie auch in Menge wild wachsen,

Die Nanca oder der große Soccusbaum wachstferner häufiger in dem westlichen , als östlichen In,dien, wohin er auch wahrscheinlich nur durch Kauf,leute gekommen ist, da er auch übcrdieß keinen inn«ländischen Namen hat. Auf Zcylon findet man dieseBaume in Ueberfiuß. Sie wachsen als starke schwereBaume in Wäldern, unter andern Waldbäumen. DieElephanten gehen der Frucht dieses Baumes gar sehrnach: wird ein solcher Baum von selbigen angetroffen,dessen Früchte reif und hoch an selbigem hängen,daß sie selbige nicht erreichen können, so ist es ihnenein leichtes, einen nicht allzustarken Baum ausjugraben,wodurch sie dann, wann selbiger fallt, dessen Frücii-te leichter habhaft werden können. Häuffig sind dieseFrüchte auch auf Java, Borneo, auf Macassar, destoftltener auf Amboina, haben aber nirgends so gute undschmackhafte Früchte als auf Java. Aus den Phi-Aa 4 stü»