Band 
Zehnter Theil. Von den Kräutern.
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z?6 Beschreibung

lippinischen Inseln werden sie überaus groß, sindaber doch in Ansehung ihres WachSthumes und ihrerArk sich fortzupflanzen von jenen unterschieden. Siekommen nehmlich daselbst uncer der Erde aus denWurzeln heraus, un brechen, wenn sie reif sind, ausselbigen hervor, wie die reife .Hebte. Man bemerktauch eine Art kleiner Mücken oder Schnacken ( Culi-ces die um selbige her fliegen. Man weiß aiödann,Laß sie reif sind, und grübt sie aus: an d,m Stammeselbst wachsen auch welche, erreichen aber nie jenerGrösse.

Die reifen Früchte dieses Sorcusbanmes werdeninsgemein der Lange nach aufgeschnitten, und mit denHanden von ihren schleunigen Kernen gercuugct, dasum selbige herum liegende Mark kan alsdann aus derNanca gegessen oder ausgelaugt werden Die Früchteder erster» Art kan man auch kauen, und alsdann dieKerne heraus nehmen. Die Frucht selbst ist feuchterArt, mit einiger Warme vereinbaret, aber schwer zuverdauen; aus dieser Ursache muß der Magen, eheman sie speißt, leer seyn; geschieht es aber doch , soerzeigt sie gallichre und schleimichte Safte, die gar oftzu einer heftigen Cholera Anlaß geben können. Siefind so schwer zu verdauen, daß sie öfters so wie siegenossen worden, unverändert durch den Stuhl wiederweggehen, und dieses besonders alsdann, wann derMagen gar zu sehr damit angefüllt worden. DieNüßgen oder Saamcnkcrne kann man eben so wie Ka-stanien essen; man röstet sie nur gelinde auf Kohlen,und zwar nur so lange bis die äussere Schaalc oderRinde des Kerns aufspringt und schwarz wird. Manzerstößt sie auch, und macht mit CalappuS Wasser ei-nen Brey daraus, welcher ein sehr hartes und schweresNahrungsmittel ist, doch denen gesund, die andernDurchbruch krank liegen. Alles Holz dieses Baumes

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