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Nördliche Nebenzone der Alpen. Jura und Hügelland : mit Gebirgsdurchschnitten / von B. Studer
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DIE ALPEN . NÖRDLICHE NEBENZONE.

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selin haben, kann nur zur Unterstützung jener Ansicht die-nen. Die räthselhaften Verhältnisse in Glarus möchtensogar den Gedanken erwecken, grössere Stücke der frühe-ren Decke der Mittelzone seien, durch die Gewalt aufstei-gender Dämpfe, über den Hand der Spalte zurückgebogenund, wie ein sich abwickelndes Tuch, durch die von ihr be-deckte Handmasse nacbgezogen worden. Augenscheinlichjedoch ist die Gestaltung der beiden Nebenzonen nicht aufein einzelnes Princip, auf einen einzelnen Proeess zurück-zuführen, es mag derselbe als ein schnell und gewaltsamwirkender, oder als ein schwächerer aber anhaltend durchlange Zeiträume fortdauernder gedacht werden; es würdesieh, wäre dieses der Fall, das Gebirge weit einfacher ge-bildet haben. Neben den Pressungen, die von den grani-tischen Centralmassen auf ilire nähere Umgebung, von derMittelzone auf die beiden ibr vorliegenden Kalkgebirge aus-geübt wurden, scheint in der ringförmigen Krümmung desAlpensystems auch die Andeutung eines von der Mitte die-ses Ringes, von der hüglichten Gegend des Montferrat aus-gegangenen Einflusses zu liegen. Es sind auch gewiss imInneren der Kalkzone directe Zugänge zu dein tieferen Herdeder den Boden umgestaltenden Processe offen gewesen. Dasbezeugen die weit fortsetzenden Spalten und Verwerfungs-klüfte , die meist auf der Grenze zweier Formationen fort-streichenden Anhydrit- und Gypslinien, die mannigfaltigenBeweise metamorphischer Einflüsse, selbst am äusseren Händeder Zonen, die mächtigen Gebirge von Trümmermassen undConglomeraten, mit fremdartigen Geschieben, deren Stamm-ort nur in der Tiefe, in der verborgenen Grundlage desAlpensystems, gesucht werden kann. Durch wiederholteEinwirkungen dieser verschiedenartigen Processe müssenhäufig die Gebirgsglieder Schichtenstellungen und Gestalten,die Steinarten Charaktere erhalten haben, in denen manvergebens die ursprüngliche Anordnung, die normale mine-ralogische Beschaffenheit, oder den Weg, den die Naturin der Störung und Umwandlung des früher Bestehendenbefolgt haben mag, zu erkennen suchen würde.

Offenbar dürfen in einem so vielfach zerrütteten Ge-birge, wie schon in der Mittelzone und in der südlichenNebeuzone, die Lagerung und die Petrographie nur mit