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grosser Vorsicht zur Altersbestimmung benutzt werden. Dieorganischen Ueberreste allein gewähren sichere Anhalts-punkte, und wenn ihre Angaben, wie bei Petit-Coeur, anden Voirons, in der Gurnigel- und Stockliorngruppe, inGlarus , mit der Lagerung sich im Widerspruch zeigen, istes wohl gerathener , jedem Gebirgsgliede einstweilen das vonder Paläontologie ihm angewiesene Alter zu lassen und dieAufklärung der Anomalie von späteren Untersuchungen zuerwarten, als durch voreilige Theorien, welche die Grund-lagen der Wissenschaft in Frage stellen, jede Schwierigkeitwegräumen und eine Uebereinstimmung erzwingen zu wollen.
In Befolgung dieses Princips wollen wir zuerst, nurauf die Paläontologie gestützt, die in dieser Zone vorkom-menden Altersformationen kennen lernen, und erst nachherauch ihre Lagerungsverhältnisse, in einzelnen Durchschnittenund Gebirgsgruppen, zu einer allgemeineren Uebersicht zubringen suchen.
Die paläontologische Kenntniss der schweizerischenKalkalpen hat in dem letzten Jahrzehend ungewöhnliche Fort-schritte gemacht, und die folgende Uebersicht, obgleich inden Hauptresultaten mit der in meiner „Geologie der west-lichen Schwcizeralpen“ versuchten Darstellung übereinstim-mend, beruht auf weit breiterer und festerer Grundlage.Während ich im Jahre 1834 aus der Gegend von Bex eineneinzelnen Ammoniten anzuführen wusste, sind wir seitherdurch Lardy mit nahe an 20 Species bekannt geworden.Vom Lange neckgrat bei Bl u menst ein besass man nur3 Petrefacten, und jetzt gehört diese Stelle zu den ergie-bigsten Fundorten. Einen unerwarteten Reichthum organi-scher Ueberreste haben wir auch in den alpinischen Kreide-und Nummulitenbildungen kennen gelernt. In noch stärkeremVerhältniss aber, als das Sammeln, ist die Sicherheit derspecifischen Bestimmung vorwärts gegangen. Die schärfereTrennung der älteren Kreidebildungen, die in den Alpen somächtig auftreten, ist ein Gewinn aus neuerer Zeit, undvor der Bearbeitung der Paläontologie mit allen Hülfsmittelnder heutigen Wissenschaft, vor der Bekanntmachung dergediegenen Werke und genaueren Abbildungen, die wir inden letzten Jahren erhalten haben, war die Bestimmung vonPetrefacten für Jeden, der gewissenhaft sein wollte, beinaheine Unmöglichkeit.