STEINKOHLEBILDUNG.
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ERSTE ABTHEILUNG.Die Formationsfolge.
I. Steinkohlebildung.
Die Anthracilschiefer, mit Farrenkrautabdriicken derSteinkohlezeit, welche von Dauphine bis nach dem Wallis ein Hauptglied der Mittelzone bilden, müssen in dem ge-sammten Gebiete der Westalpen bis über Tyrol hinaus einst-weilen als die älteste Petrefacten führende Formation er-kannt werden. Von organischen Ueberresten des Bergkalks,oder noch älterer paläozoischer Epochen , hat sich bis jetztkeine Spur gefunden.
Unter seltsamen Verhältnissen tritt eine der Steinkohle-zeit angehörende Schiefermasse auch mitten in der nörd-lichen Nebenzone hervor, ausser allem Zusammenhang mitdem Anthracitschiefer der Mittelzone. Auf beiden Seitendes tief eingeschnittenen Foronthales, hinter Taninge inSavoyen , am Fuss der 2166 m \ hohen Pointe de Ma-ch il ly, oder, nach der in Taninge üblichen Benennung,der Grande Pointe, ist zu verschiedenen Zeiten, wie esscheint ohne lohnenden Erfolg, Kohle ausgebeutet worden.Die Kohle ist schwarzer, glänzender Anthracit, nicht ver-schieden von demjenigen der Mittelzone, und bildet Nesterund Adern in schwarzem, fettglänzendem, mürbem Schiefer,der mit grauen schiefrigen Sandsteinen, schiefrigen schwar-zen thonigen Kalksteinen und hellgrauen Kalksteinbreccienabwechselt. Die Flächen der Sandsteinschiefer sind zumTheil bedeckt mit einem Anflug von Kohle und meist un-kennbaren Pflanzentheilen. Es gelingt indess auch deutli-chere Stücke zu erhalten. Am wenigsten selten sind Ab-drücke von Calamiten; das hiesige Museum besitzt eincylindrisches Calamitenstück von 0 m -,2 im Durchmesser. Nachden Bestimmungen von Brongniart, Schihper in Strassburg und Heer, gehören die von Vilanova und mir gesammeltenAbdrücke folgenden Pflanzen an: