28
Auf ihm liegt eine mittlere, sehr mächtige Kalkmasse,welche durch die in dem unteren Gvps ansetzende GallerieDe Bouillet durchstochen worden ist; sie hat östlicheEinsenkung und steigt auf beiden Seiten, nördlich undsüdlich, in die Höhe, besitzt daher eine inulden- oderlülTelfürmige Gestalt, die auch die Gypsmasse mit ihrllieilt. Hoher folgt eine zweite Gypsmasse, weniger mäch-tig und von beschränkterer Ausdehnung als die untere;in ihr stehn die Salzgruben des Fond ein ent und vonYauds unter Chesiere eröffnet. Sie wird bedeckt voneiner oberen Kalkmasse, deren Auflagerungsgrenze auf denGyps, längs der Grionne, weit einwärts verfolgt werdenkann. In der Höhe bildet sie die mit Gebirgsschutt be-deckte Hochfläche, auf welcher Villard und Arveyesstehn. Gegen Osten zu verlieren sich diese Massen unterden höheren, zum Theil jurassischen, der Kreide und demNummulitenkalk angehörenden Gebirgen, welche die Vor-stufen der Diablerets bilden und, auf einer durch denEinschnitt der Croix d’Arpille und den oberen Lauf derGrande Eau beinah isolirten Gruppe, die Pointe deChamossaire, 2113 m -, und die Alpsee'n von Brettayetragen.
Die Salzwerke hatten früher nur die verschiedenenSoolquellen der Gegend und die vereinzelt durch Grubenbaugefundenen Nester und Adern von Steinsalz benutzt; derjährliche Ertrag war, Anfangs der Zwanzigerjahre diesesJahrhunderts, unter 14 tausend Centner herabgesunken. AlleBemühungen früherer Vorsteher, v. Beust , v. Roverea,v. Haller, Wild, Struve, den Stammsitz der Soolquellenaufzufinden, waren vergeblich gewesen, als es, 1825, denscharfsinnigen Combinationen v. Charpentier’s glückte, imInneren des Gebirges eine mächtige Masse von Salzfels zuentdecken, die zwischen den beinah vertical stehenden La-gern des Anhydrits eine denselben parallele, 30 bis 40 Fussbreite Kluft ausfüllt, als ein festes Conglomerat von Anhy-drit- und Kalksteintrümmern, denen das Steinsalz zum Ce-ment dient. Der jährliche Gewinn von Kochsalz aus dieserSalzmasse ist, nach gefälliger Mittheilung v. Charpextier’s ,im Mittel der letzten zehn Jahre, jährlich 34 bis 35 tausendCentner (2 Centner = 100 Kilogr.) gewesen. Der Cubik-