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2 (1773) Von den Vögeln / Carl von Linné
Entstehung
Seite
59
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47 . Geschlecht. Der Geyer. 59

Kopf, die Kehle und der Hals sind mit einem weis-sen wolligtcn Wesen bedeckt. Der Rücken undSchwanz ist schwarz , die Brust und der untereTheil röthlicht. Die Füße sind braun, und wegender röthlichen ins gelbe ziehenden Farbe, heißt erin der Schweitz gemeiniglich der Eoldgeyer.

7 . Der Erdgeyer. Vulrur Percnopreru8. 6

Unter der Benennung porenoprerus und Erd«p3ero5 haben die Alten einen Adlergeyer verstau-den. Man hat sie auch Dogelgeyer genennct, und Lnoptedarunter allerhand Abweichungen in Absicht auf die ru;.Farbe gezogen; denn es giebt braune, schwarze, Benen-wc'ße und bunte, und ihr Vaterland ist das süd- 'nmg.liehe Europa. Die merkwürdigste Art aber, wel-che mit allen vorbenannten übercin kommt, ist dieEgypnscbe, welche, wie sie der Herr Hasse!«quist gcnennet hat, Bergfalke heißet. Alle dieseVerschiedenheiten zusammen genommen, werden vondem Wirrer unter gegenwärtigem kercnoprerus ver-standen, welchen wir den Erdgeyer nennen, weiler sich des Aases halben lange, und fast beständig,aus der Erde und nicht viel in der Höhe auf-hält. Die Araber nennen ihn der Federn halben,welches Misten Marmor bedeutet. DieTürken in Syrien geben ihm, wegen seines gel-ben Kopfs, den Ngmcn Safran Bacha.

Er ist (wie der Herr Hasselquist den Egyp- Gestalt,tischen beschreibet) fast wie ein Adler oder Sper- 'bcr, zwey Schuh sang. Der Kopfist dreyeckig! miteinem Bande von kleinen Federn oder vielmehr kur-zen Haaren besetzt. An der Wurzel des Schnabelssitzen einige steife Bürsten. Die Augen, welcheschwarz und groß sind, sitzen in einem weißen Ringe.

Die Auqenlieder sind beweglich. An dem Kopfe sindgroße Ohrenlöcher zu sehen. Der Schnabel ist wie