8 Zweyte Ck. VI. Ord. Sperlingartige.
Sie halten sicb auf offenen Korn ackern auf-yäbren sich von der Saat, von Insecten und Amei-se' und deren Eyern. Sie machen ihr Nest vondünnen Wurzeln, fascrigten Krämern, Heu, Strohund Stoppeln; legen icdeömal vier bis fünf ge-,sprenkelte Eyer; brüten zwey- bis dreymal, näm-lich im May, Julia und August; lassen sich Abendsin das Garn treiben, sonst aber nicht leicht fan-gen- werden sehr zahm, und können im Käfig auf«mein Rasen fünfzehn Jahre lang gehalten werden.Sie werden im Herbste ungemein feit, und sindein sehr niedliches Essn. Die leipziger Lerchenhaben einen Vorzug, und werden weit verschickt.Sonst ist ihr Vaterland allenthalben auf den eu-ropäischen Aeckern, denn es sind keine Zugvogel;wiewohl einige das Gegentheil behaupten.
2 . Dir Wiesenlerche. kra-
Wiesen- renlis«
lecche.
traten- Sie hat einen weißen Strich über den Amsis. gen, und die zwey äußern Rudcrfcdcrn sind gleich-falls weiß. Sie hält sich auf den Wiesen auf,singet im Grase, ruhet aber auf den Bäumen, undist- etwas kleiner als die Ackerlcrche. Ihre Namensind französisch: ^lauerte 6es kreL, oderksiloule; englisch: 1'itt - chark; italiänisch:Lpipola, (^Llgnckrino, oder 8co22ett3. Vonetlichen wird sie auch Xoppier genennct. DieFarbe ist oben schwärzkichtbraun, unten gelblicheweiß, mit länglichtcn schwarzen Flecken gespren-kelt. In Italien und Bononien findet manauch Wiesenlerchen, die ganz und gar gelblichtWeiß sind«
Die