Band 
Erster Theil.
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B u c h I.

der Strenge zugeschrieben. Eine noch auffallendere Aus*nähme zeigte sich uns bey dem Klima von Valladolid,der Hauptstadt der Provinz Mechoacan. Nach meinenMessungen beträgt die Höhe dieser Stadt, die in 19 0 42'Breite liegt, nur tausend Toisen, und doch wurden we-nige Jahre vor unsrer Ankunft in Neuspanien die Stras-sen daselbft auf mehrere Stunden mit Schnee bedeckt.

Man sah auch auf Teneriffa in einer Gegend, dieüber FEsperanza. de la Laguna liegt, ganz nahe bey derStadt dieses Namens, deren Gärten den Brodfruchtbauineinschliefsen, Schnee fallen. Diese aufserordcntliche That-sache wurdeHrn .Broussotiet von sehr altenLeuten berich-tet. Die Erica arborea , die Mirica Faya und die Ar-batus callycarpa litten nicht von diesem Schnee, aberer tödtete alle Schweine, welche sich im Freyen befanden..Diese Bemerkung ist für die .Pflanzenphysiologie wichtig.In den warmen Ländern sind die Pflanzen so kräftig, dafsdie Kälte ihnen weniger schadet, wenn sie nur von kurzerDauer ist. Ich sähe die Banane auf def Insel Cuba in Ge-genden bauen, wo das hundertteilige Thermometer bisauf 7 Grade, und bisweilen bis nahe an den Gefrierpunktfällt. In Italien und Spanien gehen die Orangen- und Dat-telbäume nicht zu Grund, obgleich die Kälte oft wäh-rend der Nacht zwey Grade unter Null beträgt. Ueber-haupt beobachten diejenigen, welche das Feld bebauen,dafs die Bäume, welche in einem fruchtbaren Boden wach-sen, Jvenigdr delicat und folglich weniger empfind-lich für grofses Fallen der Temperatur sind, als solche,

*) Dieser schöne Strauch, der yon Ilrn. Broussonet nach Europa gebracht wurde , ist yon der Arbuius laarifolia sehr verschieden,mit der er verwechselt wurde, und die zur Flora des nördlichenAmerik&’s gehört.