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Buch I.
ter dem nämlichen Parallele, der Aufgang der Sonne inder'Ebene um 5 St ' r 5o",4 oder 11 ' 5i",3 später, als aufder Höhe des Pies hätte erscheinen müssen. Der beob-achtete Unterschied war 12 ' 55", welches ohne Zweifelvon der Ungewifsheit der Refraktionen für eine Zenith-distanz, wo es an Beobachtungen fehlt, herrührt.*)
Wir wurden durch die aufserordentliche Langsam-keit in. Erstaunen gesetzt, mit welcher der untere Randder Sonne sich von dem Horizont loszumachen schien.Dieser Rand wurde erst um 4 St- 56' 56 ' sichtbar. Di»Sonnenscheibe, sehr abgeplattet, erschien rein hegränztpes gab während dem Aufgang kein doppeltes Bild, nocheine Verlängerung des untern Randes. Da die Dauer**)des Aufgangs dreymat so grofs war, als wir in dieserBreite erwarten mussten, so inufs man annehmen, dafseine Lage- von Nebel, welche sehr gleichförmig vei'brei-tet war, den wahren Horizont verbarg, und der Sonnein dem Maas folgte, als sie sich erhob. Trotz dem
*) Man hat ln der Rechnung für 91 0 54' scheinbaren Abstand vomZenith , 5i' 7" Refraktion angenommen, Die aufgehende Sonneerscheint früher auf dem Pic zu Teneriffa , als auf der Ebene umjene Zeit, in welcher sic einen Rogen von i° 54' durchläuft. DieGröfse dieses Bogens vermehrt sich für die Spitze des Chimborazo nur um 4U« Die Alten hatten so übertriebene Ideen über den frü-hem Aufgang der Sonne auf hohen Bergen, dafs sic annahmen,dieses Gestirn sey auf dem Berg Athos drey Stunden früher sicht-bar, als an den Küsten des ägcischen Meers. Strabo , edit. Alme -loven. Lib. VII. p. 5io. Indessen hat der Athos, nach Hrn, De-lamhre, nur 710 Toisen Erhöhung. Ckoiseul Gouffier, Voy* pitt •de la Grece, T. II, p. 140 .
Die scheinbare Dauer war 8 ' i", statt 2 / 4 1 "* Obgleich meineTagbucher gegen 80 Beobachtungen des Auf- und Untergangs derSonne, die thoils während der Schifffahrt, theils an den Küstengemacht wurden, enthalten, so sah ich nie ein sehr bemerkbaresZurückbleiben.