Band 
Erster Theil.
Seite
185
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Kapitel II. 185

Schwanken der Sterne *), das wir gegen Osten beobach-tet hatten, wird inan schwerlich die Langsamkeit desAufgangs einer aufserordentlichen Refraktion der Licht-strahlen, welche von dem Horizont des Meers herkamen,zuschreiben können; denn gerade hey dein Aufgang derSonne, wie dies le Gentil täglich zu Pondichery beob-achtet hat, und ich es mehrmals zu Cumana bemerkte,erniedrigt sich der Horizont wegen derErhöhung der Tem-peratur, welche die Luftschichte**) erleidet, die unmit-telbar auf der Oberfläche des Oceans aufliegt.

Der Weg, den wir quer über das Malpays zu nehmengenöthigt waren, ist aufserordendlich ermüdend: er gehtsteil aufwärts, und die Blöcke von Lava wichen unterunsern Füfsen. Ich kann diesen Thcil des Wegs mitnichts vergleichen, als mit der Mornine der Alpen ,oder jener Anhäufung von Gerollen, welche man untenan den Gletschern antrifft; auf dem Pic haben diese Trümmerder Laven scharfe Kanten, und es finden sich oft Grubenzwischen ihnen, in die man mit der Hälfte des Körpers zufallen Gefahr läuft. Unglücklicherweise trug die Träg-heit und der schlechte Wille unserer Wegweiser vieldazu bev, uns dieses Bergsteigen beschwerlich zu machen;sie Waren weder denen vom Thal Chamouni, noch denflinken Guanen ähnlich, von denen man erzählt, dafs sie

*) Ein berühmter Astronom ( Mon . Corresp. 1800 p, 096) verglichdiese Erscheinung des scheinbaren Schwankens der Sterne mit jener,welche in den Georgicis beschrieben ist. (Lib. I, v. 365 .) Aber die-se Stelle bezieht sich mir auf die Sternschnuppen, welche die Al-ten, wie unsere Seeleute, als cine.Vorbedeutung des Windes ansa-hen. Der lateinische Dichter scheint die Verse des Aratus nach-geahmt zu haben. Diosem. v. 926, ecL Buhle I, p. 206. ( Lucret •

II, v. 143).

**) Bioty Rech, sur les refractions extraordinaircs, p. 218, 223 und*28.