Band 
Erster Theil.
Seite
187
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Kapitel 1J,

das unter der Form von Dämpfen im Innern des Kraterssich entwickelnde Wasser Lackmus-Papier nicht rüthete,Ich kann indessen die gewagte Hypothese mehrerer Phy-siker nicht annehmen, nach welcher die Nurines du Picals die Oeffnungen eines ungeheuren Destillir-Apparats an-Zusehen sind, dessen, Grund unter der Oberfläche desOce-ans liegt, Seitdem man die Vulkane mit mehr Sorgfaltstudirt, und die Liebe zum Wunderbaren sich wenig« - inden geologischen Schriften bemerken lässt, hat man ange-fangen, sehr gegründete Zweifel über die direkte undconstante Verbindung zwischen dem Meerwasser und denHerden des vulkanischen Feuers zu erheben. *) Mankann eine sehr einfache Erklärung für eine Erscheinungfinden, welche nichts besonders Befremdendes hat. DerPic ist einen Theil des Jahrs mit Schnee bedeckt; wir selbstfanden noch einigen in der Ebene von Rambleta ; überdiesentdeckten die HH. Odonell und Armstrong im Jahr i8oSeine sehr starke Quelle in dem Malpays, hundert Toisenüber der Eishöhle, welche vielleicht selbst ihre Nahrungvon dieser Quelle bekommt. Alles lässt folglich vermuthen,dafs der Pic von Teneriffa , wie die Vulkane der Andenund die der Insel Lu$on, in seinem Innern grofse Höhlun-gen hat, welche mit atmosphärischem, von hlofser Infil-

*) Diese Frage wurde mit vielem Scharfsinn von Hrn. Breislack inseiner Introduzzione alla Geotogia, T. II, p. 3os, 3s3 und 347untersucht. Der Cotopaxi und der Popocalepetl, die ich im Jahrj8o 4 Rauch und Asche auswerfen sah, sind von dem grofscn Oceanund dem Meer der Antillen weiter entfernt, als Grenoble von demmittelländischen , und Orleans von dem atlantischen Meer. Mandarfzwar die Thatsache nicht als blos zufällig ansehen, dafs man bisjetzt keinen thätigen Vulkan gefunden hat, der mehr als 40 See-meilen von den Küsten des Meers entfernt gewesen wäre; dochsehe ich die Hypothese als sehr zweifelhaft an, dafs die Secwaa-*er durch die Vulkane ahsorhirt, destillirt und zersetzt werden.