Band 
Erster Theil.
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Buch I.

erhielt. Seit langer Zeit waren wir an eine sehr hoheTemperatur gewöhnt, und der trockene Wind vermehr-te die Empfindung der Kälte, weil er jeden Augenblickdie kleine warme und trockene Luftschichte wegführte,welche sich durch die Haut - Ausdünstung um uns herbildete.

Der Krater des Pies ähnelt, seinem Rand nach, nichtdenen der meisten andern Vulkane, welche ich besuchthabe, z.B. den Kratern des Vesuvs, des Jorullo und desPichincha. Bej diesen erhält der Piton seine konischeForm bis an die Spitze; ihr ganzer Abhang ist gleichgeneigt, und gleichförmig mit einer Schichte sehr zer-theilten Bimsteins bedeckt; kommt man auf die Spitzedieser drey Vulkane, so hindert nichts, den Boden desSchlunds zu sehen. Der Pic von Teneriffa und der Co-topaxi im Gegentheil haben eine sehr verschiedne Struk-tur; sic haben auf ihrem Gipfel einen Grath oder einekreisförmige Mauer, welche den Krater umgibt; von fer-ne sieht diese Mauer wie ein kleiner Cylinder aus, wel-cher auf einem abgestumpften Kegel sitzt. Auf dem Co-topaxi*) bemerkt man diese besondere Beschaffenheit mitdem blofsen Auge in einer Entfernung von mehr als 2000Toisen; auch ist noch Niemand bis an den Krater diesesVulkans gekommen. Auf dem Pic von Teneriffa ist der Grathoder Kamm, welcher denKrater wie eineBrustwehr umgibt,so hoch, dafs er völlig den Zugang zu der Caldera hindernwürde, wenn sich nicht auf der westlichen Seite eine Oeff-nung fände, welche die Wii'kung eines Ergusses sehr alterLava zu seyn scheint. Durch diese Oe/lnung stiegen wiran den Boden des Trichters hinab, dessen Figur elliptischist; die grofse Axe liegt von Nord-West nach Süd-Ost, na-he zu N. bb’* W. Die gröbste Breite der Oeffnung schien_ un>

*) Atlas pittoresque , PI. X.