Band 
Erster Theil.
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193
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Kapitel //. T93

üns 3 oo Fufs, die kleinste 200. Diese Zahlen stimmenmit den Messungen der HH. Vergilbt , Varela und Bor -da *) überein; denn diese Reisende gehen den heydenAxen 40 und 3 o Toisen. **)

Man sieht leicht ein, dafs die Grofse eines Kratersnicht einzig von der Höhe und Masse eines Bergs ab-hängt, dessen hauptsächliches Luftloch er bildet. DieseOeffnung steht sogar selten in geradem Verhältnifs mitder Intensität des vulkanischen Feuers, oder mit der Thä-tigkeit des Vulkans. Auf dem Vesuv , der nur ein Hü-gel ist in Vergleich mit dem Pic von Teneriffa , ist derDurchmesser des Kraters fünfmal gröfser. Wenn manbedenkt, dafs die sehr hohen Vulkane weniger Materiendurch ihren Gipfel auswerfen als durch Seiten - OefF-nungen, so könnte man versucht werden zu glauben,dafs, je niederer die Vulkane sind; desto bedeutendermüssenj bey gleicher Stärke und Thätigkeit, ihre Kra-ter seym Es gibt wirklich ungeheure Vulkane in denAnden, die nur sehr kleine Oeffnungen haben, und mankonnte es als ein geologisches Gesetz aufstellen, dafs diecolossalsten Berge an ihrer Spitze nur Krater von klei-nem Umfang haben, wenn nicht die Cordilleren mehre-re Beispiele ***') vom Gegentheil darböten. Ich werde imLauf dieses Werks Gelegenheit haben, eine grofse Art-

*) Voyage de la Flore, T.I, p. 94. Manüscrit du Dep&t de laMarine, cahier 7, p. i 5 . Voyage de Marchand T. II, p. 11.

**) Hr. Cordier, welcher den Gipfel des Pies vier Jahre nach mirbesucht hat, schätzt die grofse Axe zu 66 Toisen. J ourn. dePhys. T. LVII, p. 62. Lamanon bcurlhei'It ihn zu 5 o Toisen;aber Herr Odonell gibt dem Krater 55 o Varas (206 Toisen) Um-fang.

***) Die grofsen Vulkar Cotopaxi und Rucupichincha haben Krater,deren Durchmesser nach meinen Messungen bis vierhundert undsiebenhundert Toisen betragen.

Mex. v. Humboldts hist. Reise. [. J <‘>