Band 
Erster Theil.
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Kapitel II.

Erscheinung, welche derjenigen ähnlich ist, die ich aufdem Krater von Jorullo beobachtet habe, verdient umso mehr Aufmerksamkeit j als die Salzsäure in den mei-sten Vulkanen im Ueberflufs vorhanden ist, und als Hr.Vanquelin sogar in den porphyrartigen Laven vom Sar-couy in Auvergne deren entdeckt hat.

Ich habe an Ort und Stelle*) die Ansicht des innernRands des Kraters gezeichnet, wie er sich darstellt, wennman zur östlichen Oeft’nung hinabsteigt. Nichts ist auf-fallender, als die Uebereinanderlegung der Lavaschich-ten, welche dieselben Biegungen, wie die Kalkfelsen inden Hochalpen, darstellen. Bald horizontal, bald geneigtund wellenförmig gekrümmt, erinnern diese enormenBänke an die ehemalige Flüssigkeit der ganzen. Masse,und an die Vereinigung mehrerer störenden Ursachen,Welche die Richtung jedes Ausflusses bestimmtem DieGrube der kreisförmigen Mauer zeigt die bizarren Vev-wüstungen^ welche man bey der entschwefelten Steinkohlewahrnimmt. Der nördliche Rand ist der höchste; gegenSiidwest ist die Umgürtung bedeutend eingesunken, undeine enorme Masse verschlackter Laven scheint daselbstan das Ende des Rands anarebacken. Geg-en Westen istder Felsen bis nach aufsen gespalten, und eine weite Ritzelässt den Horizont des Meers erblicken. Die Gewalt derelastischen Dämpfe hat vielleicht diese Spalte im Augen-blick gebildet, als die aus dem Krater kommenden Lavenüber den Rand desselben australen.

Das Innere dieses Trichters verkündet einen Vulkan,welcher seit Tausenden von Jahren nur durch seine Sei-ten Feuer ausgeworfen hat. Diese Behauptung gründetsich nicht auf den Mangel grofser OeUimngen, welche

*) Atlas pittor. PL LIV.