Band 
Erster Theil.
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man im Boden der Caldera zu finden erwarten Konnte.Die Physiker, weiche selbst die Natur studirt haben,wissen, dafs viele Vulkane in den Zwischenzeiten voneinem Ausbruch zum andern aufgefüllt und erloschenscheinen; dafs aber in diesen nämlichen Bergen der vul-kanische Schlund Schichten von äufserst unebnen, klin-genden und glänzenden Schlacken darbietet. Man be-merkt daselbst kleine Hügel, Aufblähungen, welche durchdie elastischen Dämpfe bewirkt sind; Kegel von zerklei-nerten Schlacken und Aschen, unter denen Dampflöcherverborgen sind. Keine dieser Erscheinungen charakteri-sirt den Krater des Pies von Tenerilfa; sein Grund bliebnicht in dem Zustand, welcher durch das Ende einesAusbruchs herbeygeführt wird. Durch den Lauf derZeit und durch die Wirkung der Dünste rissen sich dieWandungen los und bedeckten das Becken mit grofsenBlöcken steinartiger Laven.

Man gelangt ohne Gefahr auf den Boden der Cal-dera . Bey einem Vulkan, dessen Thätigkeit vorzugs-weise gegen die Spitze gerichtet ist, wie bey dem Ve-suv , verändert sich die Tiefe des Kraters vor und nachjedem Ausbruch; aber bey dem Pic von Teneriffa scheintdiese Tiefe seit langer Zeit die nämliche geblieben zuseyn. Edens schätzte sie im Jahr 1715 zu n 5 Fufs;Hi \Cordier im Jahr i 8 o 3 zu 110 Puls. Nach dem blos-sen Augenmafse zu beurtheilen, hätte ich den Trichterfür noch weniger tief gehalten. Sein gegenwärtiger Zu-stand ist der einer Solfalara ; er bietet eher einen Ge-genstand zu interessanten Nachforschungen, als einenimposanten Anblick dar. Das Majestätische der Gegendberuht auf der Erhöhung über die Oberfläche des Oceans,auf der tiefen Einsamkeit dieser hohen Gegenden, undauf der une. messlichen Weite , welche das Auge von derSpitze des Berges umfasst.