Band 
Erster Theil.
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Kapitel II.

Krystalle zu untersuchen, welche sie einschliefsen, uml sienach ihren äufsern Charakteren zu beschreiben, sind ge-wöhnlich sehr befriedigt, wenn sie von der Oelfnung ei-nesbrennenden Vulkans zurückkommen. Sie bringen zahl-reiche Sammlungen zurück, welche den Gegenstand ih-rer Wünsche ausmachen. IN ich t so verhält es sich mitdenen Gelehrten, welche, ohne die beschreibende Mine-ralogie *) mit der Geognosie zu verwechseln, das Bestre-ben haben, sich zu.Ideen von allgemeinem Interesse zu er-heben, und die in dem Studium der Natur die Antwortenauf folgende Fragen suchen :

Ist der konische Berg eines Vulkans ganz von Materiengebildet, welche durch widerholte Ausbrüche geschmol-zen und aufgehäuft wurden, oder enthält er in seinem Mit-telpunkt einen Kern von Urfelsen, welche mit Laven bedecktsind, die selbst wieder das nämliche durchs Feuer veränderteUrgebirg sind ? Welches sind die Bande, welche die Produkteder neuen Vulkane an die Basalte, an die Phonoliten undan jene Porphyre mit einer Grundlage von Feldspath oh-ne Quarz anknüpfen, welche die Gordiileren von Peru und Mexico , so wie die kleine Gruppe der Monts-dores, desCantal und des Mezen in Frankreich bedecken? Wurdeder Central-Kern der Vulkane an seiner Stelle erhitzt, undWährend eines Zustands von Erweichung durch die elasti-schen Dünste erhoben, ehe diese Flüssigkeiten durch einenKrater mit der äufsern Luft in Verbindung standen? Wel-ches ist-die Substanz, die seit Tausenden von Jahren die-sen bald so langsamen, bald so tbätigen Brand unterhält?Wirkt diese unbekannte Ursache in einer unermesslichenTiefe, oder findet der chemische Prozefs in den secundä-ren, dem Granit aufgelagerten, Felsen Statt?

Je weniger diese Probleme in den zahlreichen Wer-

') Oryktognosie.