Band 
Erster Theil.
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Buch I. '

can*) und auf dem Kap Gates in Spanien . Auf dem Pic vonTenerilfa findet man die Ofisidiane nicht gegen denFufsdesBergs, der mit neuen Laven bedeckt ist; sondern diese Sub-stanz wird nur gegen den Gipfel hin häufig, hauptsäch-lich von der Ebene Retama an, wo man prächtige Stiik-ke davon sammeln kann. Diese besondere Lage, und derUmstand, dafs die Obsidiane des Pies durch einen Kraterausgeworfen wurden, der seit Jahrhunderten kein Feuerausgespieen habe, begünstigen die Meinung, dafs die vulka-nischen Gläser überall, wo man sie antrifft, als von sehralter Entstehung angesehen werden müssen.

Der Obsidian , der Jade (Beilstein) und der lydischeStein sind drey Mineralien, welche von jeher diejenigenVolker, die den Gebrauch des Bronzes und des Eisens nichtkennen, zur Bereitung schneidender Waffen angewandthaben. In den von einander entferntesten Theilen der Er-de trieb das Bedürfnifs zu der Wahl der nämlichen Sub-stanzen ; wir sahen nomadische Horden auf ihren weitenWanderungen Steine mit sich schleppen, deren natürli-ches Vorkommen die Mineralogen bis jetzt nicht entdeckenkonnten. Aexte von Jade, mit aztequischen Hyeroglyphenbedeckt, welche ich aus Mexico zurückbi'achte, gleichen so-wol in ihrer Form als in ihrem Material denen, welchersich die Gallier bedienten, und welche wir bey den Bewoh-nern der Inseln des stillen Oceans antreffen. Die Mexica-ner gruben den Obsidian in Bergwerken, die eine grofseAusdehnung von Land einnahmen; sie verfertigten Messer,Degenklingen und Rasiermesser daraus. Eben so befestig-ten die Guanen, welche den Obsidian mit demNamenJaio-na bezeichneten, Splitter davon an die Enden ihrer Lan-zen. Sie trieben damit einen bedeutenden Handel mit denbenachbarten Inseln j und diesem Gebrauch zu Folge, und

*) Westlich von der Stadt Mexico.