Band 
Erster Theil.
Seite
235
JPEG-Download
 

235

11 a p i t e l II.

nach der Menge von Obsidian , den man zerbrechen muss-te , ehe man ihn benutzen konnte, ist es glaublich, dafsdieses Mineral im Verlauf der Jahrhunderte seltner ge-worden ist. Man ist erstaunt, zu sehen, wie ein atlanti-sches Volk, den Amerikanern gleich, das Eisen durch eineverglaste Lara ersetzt. Bey dem einen und dem anderndieser Völker wurde diese Varietät von Lava als Zierrathbenutzt; die Einwohner von Quito machten prächtigeSpiegel von einem Obsidian , welcher in parallele Schichtengespalten war.

Die Obsidiane des Pies bieten drey Varietäten dar. Diaeinen bilden enorme Blöcke von mehrern Toisen Längeund von einer oft sphäroidischen Form; man sollte glau-ben, sie seyen in einem erweichten Zustand ausgeworfenworden, und haben eine Umwälzung erlitten. Sie enthal-ten vielen glasigen Feldspath von schimeweifser Farbe undvom schönsten Perlmutterglanz. Diese Obsidiane sind indes-sen an den Kanten nur wenig durchscheinend, beynah un-durchsichtig, von einem bräunlichen Schwarz und einemnicht vollkommen muscheligen Bruch. Sie gehen in denPechstein über, und man kann sie als Porphyre mit Obsidian-grundlage betrachten. Die zweyte Varietät findet sich inviel kleinern Bruchstücken; sie ist gewöhnlich grünlich-schwarz, bisweilen rauchgrau, sehr selten vollkommenschwarz, wie die Obsidiane des Heida und von Mexi-co . Ihr Bruch ist vollkommen muschelig, und sie ist anden Kanten ganz durchscheinend. Ich fand darin wederHornblende noch Augit, aber einige kleine weifse Punkte,welche Feldspath zu seyn scheinen. Allen Obsidianen desPies fehlen jene perlgrünen oder lavendelblauen Massen,welche glänzen und in keilförmige Stücke abgesondert sind,welche die Obsidiane von Quito ^ von Mexico und von Li-pari enthalten, und die den Fasern der Crystalliten unse-rer Glashütten ähneln, über welche Sir James Hall , der