Band 
Erster Theil.
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Buch 1.

Doclor Thompson und Hr. Flenrieu de Bellevue neuerlichsehr sonderbare Beobachtungen bekannt gemacht haben. *)

Die dritte Varietät der Obsidiane des Pies ist unter al-len wegen ihrer Verhältnisse zu den Bimsteinen die merk-würdigste. Sie ist auch grünlich-schwarz, bisweilen rauch-grau, aber ihre sehr dünnen Blätter wechseln mit Schich-ten von ßimslein ab. Das prächtige Kabinet des Hrn.Thompson zu Neapel enthält ähnliche Beyspiele steinartigerLaven des Vesuvs, welche in sehr deutliche Blätter getheiltsind, die nicht über eine Linie Dicke haben. Die Fasernder Bimsteine des Pies sind ziemlich selten parallel untersich, und senkrecht auf den Schichten des Obsidians ; amhäufigsten sind sie unregelmäfsig, asbestarlig, ähnlich ei-nem faserigen Schaum von Glas: statt in dem Obsidian zer-streut zu seyn, wie die Krystalliten, hängen sie blos ei-ner der Uufsern Flächen dieser Substanz an. Während mei-nes Aufenthalts zu Madrid hatte mir Hr. Hergen von die-sen Probestücken in der mineralogischen Sammlung desDon Jose Clavijo ge zeigt, und seit langer Zeit betrachte-ten sie die spanischen Mineralogen als unbezweifelbare Be-weise, dafs der Bimstein seinen Ursprung von einem ent-fäx’bten und durch das vulkanische Feuer aufgeblähten Ob-sidian nimmt.

Ich habe ehemals diese Meinung, die man auf eineeinzige Varietät von Bimstein beschränken mufs, getheilt;ich habe selbst mit vielen andern Geologen gedacht, die

'*) Bibi. Britann ■ T. XV, p. 34 o; T. XXVII, p. 147. Edinb. Transac-tions, Vol.V, PI. I, No. 3 . Journal de Phys. an 1 2 Jloreal, et ani 5 prairial. Man gab den Namen Crystalliten den krystallisirtcnLamellen, welche das langsam erkaltete Glas enthalt. Ilr. Thompsonund andere Naturforscher, bezeichnen durch den Ausdruck verreglastenise die ganze Masse eines Glases, welches durch ein lang-sameres Erkalten entg/ast worden ist, und das Ansehen einer Stein-art oder eines wahren Glassteins angenommen hat.