Band 
Erster Theil.
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Kapitel' II.

rig geworden sind. Es wäre möglich, dafs die Obsidiane selbstnichts als flüssig gemachte Granite*) wären, aber man rmifsmit SpaUtnzani zwischen den Bimsteinen unterscheiden,die unmittelbar von Urgebirgsarten entstehen, und denen,die nur veränderte vulkanische Produkte sind, und wiediese in ihrer Zusammensetzung variren. **) Ein gewisserZustand , in den mehrere heterogene Substanzen überge-hen, oder das Resultat eines eigenthümlichen Prozesses,ist nicht hinreichend, um darauf eine Haltung in der Klas-sification der einfachen Mineralien zu begründen. DieBeobachtungen des Hrn. Gamara) und die, welche ich imJahr 1802 gemacht habe, unterstützen die Meinung, dafsdie den Obsidianen anhängenden Bimsteine des Pies vonTe*neriifa nicht zufällig damit verbunden sind, sondern dafssie durch die Expansion eines elastischen Fluidums, wel-ches sich aus den dichten Gläsern entwickelt, hervorge-bracht werden. Diese Idee hatte seit langer Zeit zu Quito einen Mahn beschäftigt, der eben so ausgezeichnet durchseine Talente wie durch seinen Charakter ist, und der,ohne die Arbeiten der europäischen Mineralogen zu kennen,mit vielem Scharfsinn Untersuchungen über die Vulka-ne Seines Vaterlandes angestellt hat. Don Juan Je Daren)einer von denen, welche die Wuth der Parteyen neuer-lich geopfert hat, wurde durch die Erscheinungen auf 1

*) Man findet bisweilen, aber sehr selten, Glimmer in den Obsi-dianen; eaADolomieu glaubt, nicht allein Glimmer und Feldspath,Sondern auch Quarz in den Granit-Bimsteinen gefunden zu habe; sVbyage uux iles Pönces, p. 12s. Voyage aux lies de Lipar ,p. 83.

**) Das "Wort Lava ist noch unbestimmter als das Wort Bimstein. ,,f 9ist eben so wenig philosophisch, eine äui'sere Beschreibung dirLava, als oryhtognostischer Gattung, zu verlangen , als nach denallgemeinen Charakteren der Masse zu fragen, welche die Gingstausfüllt.“ Leopold v. Buch, Geögnost. Beob., Bd. II, p. i ;3.

Alex. v. Humboldts hist. Reise. It j{i