Band 
Erster Theil.
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Kapitel II.

bald länglich - zelligen Bimsteins versetzt? Man kannsich leicht überzeugen, dafs ein färbendes Prinzip wirk-lich weggeht, und dafs die Entfärbung nicht blos scheinbarist, d. h. dafs sie nicht blos der aufserordentlichen Dünne,in welche die Lamellen und Fasern des vulkanischen Gla-ses gebracht werden, zuzuschreiben ist. Kann man an-nehmen, dafs dieses färbende Prinzip*) ein Kohlen-Hü-dr'üre sey, dem ähnlich, das vielleicht in den Feuerstei-nen vorhanden ist, welche durch das Feuer so leicht zubleichen sind? Einige Erfahrungen, die ich zu Berlin ,im Jahr 1806, in Gemeinschaft mit den HH. Piose undKarsten gemacht habe, indem wir Obsidiane von Tene-riffa, von Quito, von Mexico und von Ungarn in Por-zellan-Tigeln behandelten, gaben keine befriedigenden Re-sultate.

Die Natur wendet wahrscheinlich sehr verschiedneMittel an, um die schwammigen und glasartigen Bim-steine von Teneriffa , die Bimsteine mit parallelen Fasernvon den äolischen Inseln und von Llactacunga, **) unddie haarförmigen Gläser der InselBourbon, welche oft Spin-nengeweben gleichen, ***) hervorzubringen. Man kannannehmen, dafs diese Unterschiede hauptsächlich auf demGrade der Hitze des vulkanischen Feuers, auf dem Druck,Unter welchem das Feuer wirkt, und auf der Natur derFelsen, die davon verändert werden, beruhen. Haupt-sächlich kann der .Druck, welchen die Obsidiane wäh-

*) Es ist merkwürdig, dafs dieses Prinzip nicht immer gleich flüssigist. Ur. Gay-Lussac sah kürzlich Obsidiane von Faroe bey einemWärmegrade nicht weifs werden, welcher die Obsidiane von Me-xico völlig entfärbte, ungeachtet es schwer gewesen wäre, nfichden äufsern Charakteren diese beyden Substanzen zu unterscheiden,-**) Zwischen Quito und Riombamha.

***) Bory de Saint- Vincent , Voyage <tuz lies d'Afrique t T. 111$p. 5o<