Band 
Erster Theil.
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Kapitel II.

der Naturforscher erregt besonders wenn die RegenwasserMassen von körnigem Kalkstein oder andern Urgebirgs-arten blos legen, so würde man sie auf dem Vesuv füreben so selten gehalten haben, als sie es wenigstens demSchein nach auf dem Pic von Teneriffa sind.

Was die Fragmente von Granit, Gneifs und Glim-merschiefer betrifft, welche man in den Gegenden vonSainte-Qroix und Orotava vorfindet, so kommen diesenicht von den gegenüberstehenden Küsten Afrikas her,welche von Kalkstein sind : sondern sie rühren wahrschein-lich von dem Ballast der Schiffe her. Sie gehören nichtmehr dem Boden an, auf dem sie liegen, als die Feld-spathlaven vom Aetna , welche man in dem Pflaster vonHamburg und andern Städten des Nordens vorfindet. DerNaturforscher ist tausend Irrthümern ausgesetzt, wenner die Veränderungen aus den Augen verliert, welchedie Communikationen der Völker auf der Oberflächedes Erdbodens hervorbringen. Man möchte sagen, derMensch, welcher sein Vaterland verlässt, wolle, dafs Allesmit ihm das Vaterland verändere. Es sind nicht nur Pflan-zen, Insekten und vcrschiedne Arten von kleinen Säug-thieren, welche ihm über die Meere folgen; seine thä-tige Industrie bedeckt auch noch die Ufer mit Steinen,welche er in fernen Klimaten dem Boden entrissen hat.

Wenn es wahr ist, dafs bis jetzt kein unterrichteterBeobachter auf Teneriffa Schichten von Urgebirgen ge-funden hat, noch von jenen problematischen Trapp-Por-phyren, welche die Grundlage des Aetna *) und mehre-

*) Der Chevalier Gioeni , der, gleich mehrern deutschen und fran*zösischen Mineralogen, die Basalte von den neuen Laven unterschei-det, betrachtet den Aetna als einen Porphyrberg, der von säulcn*förmigen Laven bedeckt ist, die hinwiederum den Fcldspalhlavenzur Grundlage dienen. Nur diese letztem scheinen vom jetzigenVulkan entstanden zu seyn» Die Basalte und Porphyre gehören zu