Band 
Erster Theil.
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Kapitel II.

hundert und fünfzig his zweyhundert Toisen überstiegenhaben mag; wenn man selbst die Title des Meers, des-sen Grund aufgehoben wurde, mit in Rechnung himmt:aber wenn von den grofsen Wirkungen der Natur undder Intensität ihrer Kräfte die Rede ist, so darf die Grös-se der Massen den Geologen in seinen Spekulationennicht aufhalten. Alles deutet daraufhin, dafs die phy-sischen Veränderungen, deren Andenken die Traditionerhalten hat, nur ein schwaches Bild der gigantischenGataStrophen sind, welche den' Bergen ihre jetzige Formgegeben, die Schichten der Felsen in ihrer Lage verän-dert, und die Seemuscheln auf den Gipfeln der Alpen begra-ben haben. Ohne Zweifel brachte in jenen entlegenen Zei-ten, welche dem Daseyn des menschlichen Geschlechts vor-angingen, die in die Höhe gehobene Rinde der Erde je-ne Kuppeln von Trapp-Porphyren, jene isolirte Hügelvon Basalt auf weiten Ebenen, jene dichten Kerne her-vor, welche mit den neuen Laven des Pies, des Aetna und des Cotopaxi bedeckt sind. Die vulkanischen Revo-lutionen folgten einander in langen Zeitintervallen undzu sehr versöhiednen Epochen. Wir sehen die Spurendavon in den Uebergangsgebirgen, in den secundärenGebirgen und in dem aufgeschwemmten Land. Die Vul-kane, welche älter sind, als die Sandsteine und die Kalk-felsen, sind seit Jahrhunderten erloschen 5 die noch bren-nenden sind gewöhnlich mit Breccien und neuen Tulf-arten umgeben; aber nichts hindert anzunehmen, dafs derArchipel der canarischen Inseln wahre Felsen von secun-därer Formation enthalten könne, wenn man bedenkt, dafssich daselbst die vulkanischen Feuer mitten in einem Sy-stem vonBasaltenund sehr alten Laven wieder entzündeten.

Ich würde mich zu lange von dem Hauptgegenstandmeiner Untersuchungen entfernen, wenn ich länger ei-nen Weg verfolgte, wo Muthmafsungen die Stelle geo-