258
B u c h L
den Hyperboreern*) und dann südlich vom cyrenäischeftGebiet gesucht hatte, wurde endlich in Länder verlegt,welche man sich gegen Westen gelegen dachte, da wo die»den Alten bekannte Welt aul hörte. Der Name der glückli-chen Inseln hatte lange Zeit eine eben so unbestimmteBedeutung, als der von Dorado bey den ersten Erobe-rern Amerikas . Man dachte sich das Glück an dem En-de der Welt, wie man die lebhaftesten Genüsse des Ge-müths in einer idealen Welt sucht, die jenseits der Grun-zen der Wirklichkeit liegt.
Man darf nicht darüber erstaunt seyn, dafs man vorAristoteles bey den griechischen Geographen keine ge-naue Nachricht über die canarischen Inseln und die Vul-kane welche sie enthalten, antrifft. Das einzige Volk*dessen Schifffahrten sich nach Westen und Norden aus-dehnten, die Carthaginenser, hatten ein Interesse dabey,einen geheimnifsvollen Schleyer über diese entfernten Ge-genden zu werfen. Der Senat von, Cartbago, der sichjeder partiellen Auswanderung widersetzte, bestimmtediese Inseln zu einem Zufluchtort in Zeiten von Unru-hen und öffentlichem Unglück; sie sollten für die Gar*
Atlas, der, dem Berg Meru der Hindus ähnlich, eine Mischung po-sitiver Thätsachen unä mythologischer Fictioneu darbietet, -warauf keiner der Hesperiden gelegen, wie der Abbe Vit ra annimmt,und nach ihm mehrere Reisende, welche den Pic von Teneriffa be-schrieben. ( Viera T. I, p. ss 5 , ßory de Saint-Vincent p. 3 g 5 .)Hie folgenden Stellen lassen hierüber keinen Zweifel, Iferod., IV,184 ; Strabo , XVII. (cd. Falconer, T. II, p. 1167); Mehl, III, iojPiinius, V, !.. Solin, I, 24 uhd seihst Diod . Sicut. III. ted. Wes-sel. T. I, p. 3 21).
') Männert, Geogr. der Griechen, T. IV, S. 67. Die Idee vo»Glück, grofser Civilisation und Rcichthum der Einwohner des Nor-dens war den Griechen, den Völkern Indions und den Mexicaner»gemein.