Band 
Erster Theil.
Seite
266
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Buch I.

an einer völlig unbebauten Stelle, südlich von Icöd, nebendem Dorfe Guia, dem alten Isora. Dieser Berg, welcher-an den Pic angelehnt ist, wurde von jeher als ein erlosche-ner Vulkan betrachtet. Oh er gleich von dichten Materiengebildet ist, so verhalt er sich doch zum Pic, wie derMonte - Rosso , welcher sich im Jahr 1661 erhob, i»:id dieBoche nuove, welche sich im Jahr 1791 öffneten, zumAetna und zum Vesuv . Der Ausbruch von Chahorra dauer-te 3 Monate und 6 Tage. Die Laven und Schlacken wur-den durch vier Oeffnungen ausgeworfen , welche in einerLinie lagen. Die Lava, welche 3 bis 4 Toisen aufgetliürmtwurde, rückte in einer Stunde 3 Fufs vor. Da diese Erup-tibnnur ein Jahr vor meiner Ankunft auf Teneriffa geschehenwar, so war bey denEinwohnern der Eindruck davon nochsehr lebhaft. Ich sähe bey Hrn. Le Gros zu Durasno, ei-ne Zeichnung der Oeffnungen von Chahorra, welche eran Ort und Stelle gemacht hatte. Don Bernardo Colo-gan hatte diese Oeffnungen acht Tage nach ihrer Entste-hung besucht, und die hauptsächlichen Phänomene dieserEruption in einer Abhandlung beschrieben, von welcherer mir eine Abschrift mittheilte, um sie in meiner Reisebe-schreibung einzurücken. Dreyzehn Jahre sind seit dieserEpoche verflossen; und da Hr. Bory de Saint-Vinceutmir in der Bekanntmachung dieser Abhandlung zuvorge-k'ominen ist, so verweise ich den Leser auf seinen interes-santen Essai sur les lies Fortunees. *) Ich habe nur nocheinige Aufklärungen über die Höhe zu geben, zu welcherbedeutende Felsenstücke durch die Oeffnungen von Chahor-ra geworfen wurden. Hr. Cola'gaii **) zählte 12 bis i 5

*) Bory de Saint- Vincent , p. 296.

’*) Drey von diesen Steinen, sagt Hr .Bory, vqrweilten 12 bis 16 Seltun-den, um sich so hoch zu erheben, bis sie sieb aus dem Gesicht ver-loren, ui\d dajun wieder kerabzufall^n. Wenn dies die Beobachtung