Band 
Erster Theil.
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llapitel II.

welche der Krater des Pies enthält, schliefsen soll, dafsdiese Substanz es sey, welche die Hitze des Vulkans un-terhält; oder oh das Feuer, genährt durch eine brenn-bare Substanz von unbekannter Natur, blos eine Subli-mation des Schwefels bewirkt. Die Beobachtung zeigtuns, dafs in den noch brennenden Vulkanen der Schwe-fel sehr selten ist, während die alten Vulkane damit en-'digen, wahre Solfataren zu werden. Man möchte sagen:bey den ersten verbindet sich der Schwefel mit demSauerstoff, während er bey den andern blos sublimirtwird: denn nichts berechtigt uns bis jetzt anzunehmen,dafs er sich in dem Innern der Vulkane erzeugt, wie dasAmmoniak und die Neutralsalze. Als man nur von demSchwefel Kenntnifs hatte, welcher in dem mit Kochsalzvorkommenden Gyps und in dem Alpen -Kalkstein einge-sprengt vorkommt, war man beynahe genöthigt anzuneh-men, das vulkanische Feuer wirke in allen Theilen derErde auf Gebirgsarten von sekundärer Formation; aberneue Beobachtungen haben bewiesen, dafs der Schwe-fel in Menge in den nämlichen primitiven Gebirgsartenvorkommt, welche so viele Erscheinungen als den Mit-telpunkt vulkanischer Wirkungen bezeichnen. Bey Alau-si, auf dem Rücken der Anden von Quito , fand ich ei-ne unermessliche Menge davon in einem Quarzlager,das zwischen Schichten von Glimmerschiefer gelagertwar, *) und diese Thatsache ist um so wichtiger, als sie

*) Man mufs sieben Formationen von Schwefel geognostisch un-terscheiden, die von einem kehr verschiednen relativen Altersind. Die erste gehört dem Glimmerschiefer an. (Cordille-ren von Quito ) 5] die zweyte , dem Uebergangs-Gyps (Ilex inder Schweiz); die dritte, den Trapp-Porphvren (Antisana in Ame-rika, Montserrat in dem Archipel derbleinen Antillen, Mont-d’Or in Frankreich ); die vierte, dem Alpenkalkstein (Sicilien); die fünf-te, dem mit Kochsalz vorkommenden Gyps, der zwischen demSandstein und dem Alpenkalkitein liegt (Thüringen ); die sechste,