Band 
Erster Theil.
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Kapitel II. a~£

es nicht die Moose uiul Lichenen, mit welchen die Vegeta-tion in denen den Tropen benachbarten Ländern den An-fang macht. Auf den canarischen Inseln , wie in Guinea und an den felsigen Ufern Peru’s , sind die saftigen Pflanzendie ersten, welche das Erdreich zubereiten, deren Blättermit einer Menge Mündungen * *) und Hautgefäfsen verse-sehen, der umgebenden Luft das Wasser entziehen, das sieaufgelöst enthält. Befestigt in den Spalten der vulkani-schen Felsen, bilden sie, sozusagen, die (Aste vegetabilischeSchichte, mit welcher sich die Ströme steinartiger Lavenbedecken. Ueberall, wo diese Laven verschlackt und wosie von glänzender Oberfläche sind, wie in den Basalthü-geln im Norden von Lancerota, geht die Entwicklung derVegetation mit erstaunlicher Langsamkeit vor sich, undmehrere Jahrhunderte sind kaum hinreichend, um dortGesträuche entstehen zu lassen. Nur wenn die Laven mitTuffen und Aschen bedeckt sind, verlieren die vulkani-sehen Inseln jenes Ansehen von Nacktheit, welches sie inihrer Entstehung charakterisirt, und schmücken sich miteiner reichen und schönen Vegetation.

In ihrem jetzigen Zustand bietet die Insel Teneriffa, ,das Chinerfe **) der Guanen, fiinl Pflanzen - Zonen ***>

rüchkommen werden , wurde zuerst von Hm. Swutz beobachte*.Sie fand sich durch die sorgfältige Untersuchung bestätigt, dieHr. iVildenow mit unsern Herbarien anstellte, besonders mit derSammlung cryptogamischer Pflanzen, die wir auf dem Rüchender Anden machten, in einer Gegend der Welt, wo sonst die or-ganischen Wesen völlig von denen des alten Continents verschie'den sind.

*) Die Cortical-Poren des Hrn. D,e Candolh , entdeckt von Gleichenund gezeichnet von Hedwig .

**) Aus Chinerfe haben die Europäer durch Corruption Tchineriffe,Teneriffa gemacht.

***) Ich habe zum Thei} dieses Gemähld« der Yeget&tion der cana-